Der Vormittag: raus
Der beste Heiligabend beginnt draußen: Winterspaziergang, Schlitteln, Futterstreuen für die Vögel – Hauptsache Bewegung und Tageslicht. Wer mag, verbindet den Spaziergang mit Eichendorffs Gedicht oder besucht das Krippenspiel am Nachmittag: Es ist die beste Wartezeit-Vernichtung, die je erfunden wurde.
Der Nachmittag: Rituale statt Warten
Feste Programmpunkte machen die Stunden zählbar: ein Weihnachtsfilm nach dem Mittagessen, dann werden gemeinsam die Plätzchen angerichtet, eine Vorlesegeschichte bei Kerzenlicht, das Milchreis-Schälchen für den Wichtel hinausstellen. Viele Familien lassen die Kinder am Nachmittag das Krippenspiel selbst aufführen – Kostüme: Bettlaken.
Der Anruf, auf den alle warten
Irgendwann am Nachmittag kommt die Frage, ob man den Weihnachtsmann nicht anrufen könne. Welche Wege es dafür gibt, was sie kosten und woran Kinder die Täuschung merken, steht bei Kann man den Weihnachtsmann anrufen?
Die Bescherung: der Moment
Ob Glöcklein, Lied oder gemeinsames Zimmer-Betreten: Der Übergang braucht ein Zeichen. Bewährt hat sich die Reihenfolge Lied – staunen – auspacken: Erst wird am brennenden Baum eine Strophe gesungen («Stille Nacht» oder «Am Weihnachtsbaum»), dann darf gestaunt, dann ausgepackt werden – ein Geschenk nach dem andern, damit der Abend nicht in fünf Minuten Papierschlacht endet. Und danach: Zeit zum Spielen. Das beste Geschenk des Abends ist ein Erwachsener am Boden neben der neuen Eisenbahn.
Häufige Fragen
Wann ist die beste Zeit für die Bescherung?
Sobald es richtig dunkel ist – meist zwischen 17 und 19 Uhr. Früh genug, dass kleine Kinder noch wach und aufnahmefähig sind, spät genug für den Kerzenzauber.
Wie verhindert man die Fünf-Minuten-Papierschlacht?
Reihum auspacken: Immer eines aufs Mal, alle schauen zu. Das dehnt die Freude, würdigt jedes Geschenk – und die Kleinsten kommen zuerst dran.
Stand: 30. August 2026
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Und wenn die Antwort persönlich wäre?
Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Weihnachtsmann spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Weihnachtsbaum wieder abspielt.
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