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Die Weihnachtskrippe

Ein Stall, ein paar Figuren, ein bisschen Moos – und plötzlich ist die Weihnachtsgeschichte etwas, das man in die Hand nehmen kann.

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Woher der Brauch kommt

Die erste Krippe stellte Franz von Assisi 1223 im italienischen Greccio auf – mit Stroh, einem Ochsen und einem Esel, mitten im Wald, damit die Menschen die Weihnachtsgeschichte sehen konnten statt sie nur zu hören. Der Gedanke setzte sich durch: Über die Jesuiten kamen Krippen im 16. Jahrhundert in die Kirchen, ab dem 18. in die Wohnstuben. Im Alpenraum wurde daraus ein eigenes Handwerk – geschnitzte Figuren aus Südtirol und Oberammergau werden bis heute über Generationen weitergegeben.

Wer wann dazukommt

Die schönste Krippe ist die, die sich verändert. In vielen Familien wandert sie durch den Advent:

  • Ab dem 1. Advent steht der leere Stall. Ochs und Esel sind schon da, sie wohnen ja dort.
  • Durch den Advent wandern Maria und Josef Tag für Tag ein Stück näher – vom Fenstersims über die Kommode bis zum Stall. Kinder verschieben sie selbst; das ist ein Ritual, das keinen Aufwand macht und trotzdem jeden Tag einen Moment hat.
  • Am 24. Dezember kommt das Kind in die Krippe, meist erst nach dem Läuten, dazu die Hirten und die Schafe.
  • Ab dem 25. nähern sich die drei Könige aus der anderen Zimmerecke. Am 6. Januar erreichen sie den Stall – und genau dann ist es Zeit für den Dreikönigskuchen.

Aufbauen mit Kindern

Krippen aus dem Fachgeschäft sind schön, aber sie sind nicht die Voraussetzung. Ein Obstkistchen auf die Seite gelegt, Rinde als Dach, Moos aus dem Wald, Sand oder Sägemehl als Boden – das reicht vollkommen, und der Nachmittag zählt mehr als das Ergebnis. Was Kinder besonders mögen: eine Höhle aus Backpapier und brauner Farbe, ein Spiegel als Teich, Watte als Schnee und eine Lichterkette hinter dem Stall. Wer Figuren selbst machen will, findet die Anleitung bei den Salzteig-Figuren; Sterne fürs Dach stehen bei den Papiersternen.

Und der wichtigste Satz zum Thema: Es ist keine Vitrine. Eine Krippe, mit der gespielt wird, in der der Dinosaurier neben dem Hirten steht und ein Schaf im Teich liegt, hat ihren Zweck vollständig erfüllt. Wer wertvolle geschnitzte Figuren besitzt, stellt daneben eine zweite, robuste Krippe auf – dann müssen Kinder nicht die ganze Adventszeit «nicht anfassen» hören.

Die Geschichte dazu

Zur Krippe gehört der Text, den sie darstellt. Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas steht bei uns in voller Länge zum Vorlesen: Die Weihnachtsgeschichte. Kleine Kinder hören lieber die Kurzfassung mit den Figuren in der Hand – der Stall, das Kind, die Hirten, der Stern, fertig. Und wer die Krippe am Heiligabend zum Mittelpunkt machen will, findet den ganzen Ablauf unter Heiligabend mit Kindern.

Häufige Fragen

Wann kommt das Jesuskind in die Krippe?

Traditionell erst am 24. Dezember, meist am Abend zur Bescherung. Vorher bleibt die Krippe leer – genau das macht den Moment aus.

Wann kommen die Heiligen Drei Könige?

Sie sind ab dem 25. Dezember unterwegs und erreichen den Stall am 6. Januar, dem Dreikönigstag. Viele Familien lassen sie täglich ein Stück näher rücken.

Was gehört mindestens in eine Krippe?

Maria, Josef, das Kind, Ochs und Esel. Alles andere – Hirten, Schafe, Engel, Könige – kann über die Jahre dazukommen; viele Krippen wachsen genau so.

Wie lange bleibt die Krippe stehen?

Meist bis zum 6. Januar, in vielen katholischen Gegenden bis zum 2. Februar (Mariä Lichtmess). Damit endet dort die Weihnachtszeit im eigentlichen Sinn.

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Weihnachtsmann spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Weihnachtsbaum wieder abspielt.

So funktioniert die Zauberpost