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Weihnachtsbaum schmücken

Lichter zuerst, Kugeln zuletzt und der Stern ganz oben – und trotzdem hängt am Ende alles auf Kinderhöhe. Genau so soll es sein.

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Wann er aufgestellt wird

Hier gehen die Länder auseinander, und beide Seiten halten sich für die vernünftige. In Deutschland steht der Baum vielerorts schon Mitte Dezember, geschmückt und beleuchtet. In der Schweiz und in Österreich bleibt der 24. Dezember häufiger der Tag, an dem er überhaupt erst ins Zimmer kommt – oft geschmückt hinter verschlossener Tür, während die Kinder spazieren geschickt werden. Kirchlich betrachtet beginnt Weihnachten am 24. Dezember; der Baum darf also mit gutem Gewissen warten. Praktisch betrachtet hält eine frisch geschlagene Nordmanntanne drei bis vier Wochen – wer sie am 8. Dezember holt, hat an Neujahr noch Nadeln.

Die Reihenfolge, die funktioniert

  1. Aufstellen und ausschütteln lassen. Der Baum braucht ein paar Stunden im warmen Zimmer, bis sich die Äste senken. Wer sofort schmückt, hängt später alles nach.
  2. Lichter zuerst – von innen nach außen, entlang der Äste statt in Ringen außen herum. So bekommt der Baum Tiefe. Kabel Richtung Stamm, Stecker unten.
  3. Große Stücke als Nächstes: Strohsterne, Holzfiguren, Zapfen. Sie geben die Struktur vor.
  4. Kugeln danach, große weiter unten und innen, kleine oben und außen. Das lässt den Baum schlanker wirken.
  5. Zum Schluss Lametta oder Engelshaar in einzelnen Strähnen – und der Stern oder die Spitze zuoberst.

Was Kinder wirklich machen können

Der Klassiker ist bekannt: unten hängt alles dicht an dicht, oben ist der Baum leer. Zwei Auswege haben sich bewährt. Der erste: die unteren dreißig Zentimeter ausdrücklich zur Kinderzone erklären – dort hängt, was die Kinder wollen, so viel sie wollen. Der zweite: eine Kiste mit unzerbrechlichem Schmuck (Holz, Filz, Stroh, Salzteig) und eine mit dem empfindlichen für Erwachsene. Selbstgemachtes hängt ohnehin am liebsten: Strohsterne, Papiersterne, Schmuck aus Naturmaterial und getrocknete Orangenscheiben.

Plätzchen am Baum sind eine eigene Tradition – und schmecken nach drei Wochen Zimmerluft nach Zimmerluft. Wer sie aufhängen will, backt sie extra hart und rechnet damit, dass sie Deko sind, nicht Vorrat.

Damit er länger frisch bleibt

  • Vor dem Aufstellen zwei Zentimeter vom Stamm absägen, dann zieht der Baum wieder Wasser.
  • Ständer mit Wasser und täglich nachfüllen – ein Baum trinkt in den ersten Tagen bis zu einem Liter.
  • Weg von der Heizung und aus der Zugluft, das verdoppelt die Haltbarkeit.
  • Echte Kerzen nur mit Eimer Wasser in Reichweite, nie an den untersten Ästen, nie unbeaufsichtigt – und niemals neben Watte oder Papierschmuck.

Und danach

Ausgeräumt wird meist am 6. Januar, in manchen Gegenden erst am 2. Februar. Der Baum selbst geht in die Grünabfuhr oder an die örtliche Sammelstelle; die Äste eignen sich davor noch als Winterschutz für Pflanzentöpfe. Woher der Brauch überhaupt kommt, steht unter Der Weihnachtsbaum.

Häufige Fragen

Wann stellt man den Baum auf?

In Deutschland oft Mitte Dezember, in der Schweiz und in Österreich häufig erst am 24. Dezember. Beides ist richtig – frisch geschlagen hält ein Baum drei bis vier Wochen.

Lichter zuerst oder Kugeln zuerst?

Immer die Lichter zuerst, von innen nach außen entlang der Äste. Danach die großen Stücke, dann die Kugeln, ganz zuletzt Lametta und Spitze.

Wie bleibt der Baum länger frisch?

Zwei Zentimeter vom Stamm absägen, in einen Ständer mit Wasser stellen, täglich nachgiessen und ihn nicht direkt neben die Heizung stellen.

Wann wird der Baum abgeschmückt?

Meist am 6. Januar zum Dreikönigstag. In katholisch geprägten Gegenden bleibt er bis Mariä Lichtmess am 2. Februar stehen.

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Weihnachtsmann spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Weihnachtsbaum wieder abspielt.

So funktioniert die Zauberpost