Die Grundregel: nie mischen
Weiche und harte Plätzchen gehören nicht in dieselbe Dose. Feuchtigkeit wandert immer zum Trockeneren: Der weiche Lebkuchen gibt seine Feuchtigkeit ab, das knusprige Mailänderli nimmt sie auf – nach drei Tagen sind beide zäh. Ebenso getrennt bleiben sollten stark duftende Sorten: Anis und Zimt ziehen in alles ein, was daneben liegt.
Was sonst noch zählt: vollständig auskühlen lassen, bevor etwas in die Dose kommt – warme Plätzchen schwitzen und werden weich. Zwischen die Lagen kommt Backpapier, nicht Küchenpapier. Und die Dose steht kühl, trocken und dunkel; der Dachboden oder ein ungeheizter Raum ist besser als die Küchenkredenz über dem Herd.
Wie lange welche Sorte hält
- Bis zu 6 Wochen: Lebkuchen und Chräbeli – beide werden mit der Zeit sogar besser.
- 3 bis 4 Wochen: Mailänderli, Butterplätzchen, Vanillekipferl, Brunsli.
- 2 bis 3 Wochen: Zimtsterne und Kokosmakronen – beide trocknen aus, wenn die Dose nicht dicht ist.
- Nur wenige Tage: Spitzbuben und alles mit Konfitüre oder Crème. Die Füllung weicht den Boden auf – darum erst kurz vor dem Servieren zusammensetzen und die Hälften getrennt lagern.
Die alten Tricks
Harte Plätzchen wieder weich: ein Stück Apfel oder eine Orangenschale in die Dose, über Nacht – und am nächsten Tag wieder heraus, sonst schimmelt es. Funktioniert bei Lebkuchen zuverlässig.
Weiche Plätzchen wieder knusprig: fünf Minuten bei 140 Grad in den Ofen, auf dem Gitter auskühlen lassen. Rettet Mailänderli und Butterplätzchen vollständig.
Damit nichts zusammenklebt: Zuckerguss und Schokolade müssen wirklich hart sein – im Zweifel eine Nacht länger stehen lassen. Zwischen die Lagen kommt Backpapier.
Blechdose vor Plastik: Metall lässt minimal Luft durch, das ist für die meisten Plätzchen genau richtig. Luftdichtes Plastik hält weiche Sorten weich und macht harte zäh.
Einfrieren
Fast alles lässt sich einfrieren, und zwar besser als die meisten glauben. Roher Teig hält drei Monate – als Rolle in Folie gewickelt, später in Scheiben schneiden statt auftauen. Gebackene, ungeschmückte Plätzchen halten ebenfalls drei Monate; sie tauen in einer Stunde bei Zimmertemperatur auf und werden danach kurz aufgebacken. Nicht einfrieren sollte man Baiser, Makronen mit Eiweiß und alles bereits Verzierte – Zuckerguss wird beim Auftauen fleckig.
Verschenken
Wer Plätzchen verschenkt, packt sie nach Sorten getrennt: kleine Cellophansäckchen pro Sorte, alle zusammen in eine Dose. So bleibt jede Sorte, wie sie sein soll, und der Beschenkte sieht auf den ersten Blick, was er vor sich hat. Ein Zettel mit dem Backdatum wirkt nüchtern, wird aber jedes Mal gelesen. Alle Rezepte stehen bei den Plätzchen-Rezepten.
Häufige Fragen
Wie lange halten selbst gebackene Weihnachtsplätzchen?
Je nach Sorte zwei bis sechs Wochen. Lebkuchen und Chräbeli halten am längsten und werden dabei besser, gefüllte Spitzbuben nur wenige Tage.
Warum werden meine Plätzchen weich?
Meist weil weiche und harte Sorten in derselben Dose liegen oder die Plätzchen noch warm eingefüllt wurden. Fünf Minuten bei 140 Grad im Ofen machen sie wieder knusprig.
Kann man Plätzchenteig einfrieren?
Ja, drei Monate lang. Als Rolle in Folie gewickelt einfrieren und tiefgekühlt in Scheiben schneiden – das spart am Backtag das Ausrollen.
Blechdose oder Plastikdose?
Blech. Es lässt minimal Luft durch, was für die meisten Plätzchen richtig ist. Luftdichtes Plastik macht harte Sorten zäh.
Und wenn die Antwort persönlich wäre?
Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Weihnachtsmann spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Weihnachtsbaum wieder abspielt.
So funktioniert die Zauberpost