Zum Inhalt springen

Grittibänz

Am 6. Dezember hat er seinen großen Auftritt: der Teigmann mit den Rosinenaugen. Selbst gemacht schmeckt er doppelt.

← Guetzli & Rezepte
  • Aufwand: 30 Min. + 2 Std. aufgehen
  • Ergibt: 4 Bänze
  • Schwierigkeit: einfach
Zutaten für 4 mittlere Bänze
  • 500 g Mehl
  • 1,5 TL Salz
  • 60 g Zucker
  • 60 g weiche Butter
  • 1 Päckchen Trockenhefe (7 g)
  • 3 dl lauwarme Milch
  • Rosinen für Augen und Knöpfe, 1 Eigelb mit wenig Milch zum Bestreichen
  • nach Belieben Hagelzucker oder Mandeln

So geht es

  1. Mehl, Salz, Zucker und Hefe mischen. Butter und Milch beigeben und 10 Minuten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Zugedeckt 1,5 bis 2 Stunden aufs Doppelte aufgehen lassen.
  2. Teig in 4 Portionen teilen. Pro Bänz einen Zylinder formen; mit der Handkante Kopf abtrennen (nicht ganz durch), Arme und Beine mit der Schere oder dem Messerrücken einschneiden und zurechtlegen.
  3. Rosinen als Augen und Knöpfe eindrücken – tief, sonst wandern sie beim Backen aus. Nochmals 20 Minuten ruhen lassen, dann mit Eigelb bestreichen.
  4. In der Ofenmitte bei 180 Grad 25 bis 30 Minuten goldbraun backen. Klopfprobe: Klingt der Boden hohl, ist der Bänz fertig.

Formen mit Kindern

Der Grittibänz ist das dankbarste Hefeteig-Projekt überhaupt: Jede Form ist richtig, dicke Bäuche sind erwünscht, und wer statt eines Manns lieber eine Katze oder ein Einhorn formt, backt eben ein Grittitier. Traditionell gehört der Bänz zum Samichlaustag am 6. Dezember – in Deutschland kennt man ihn als Stutenkerl oder Weckmann.

Häufige Fragen

Warum heißt der Grittibänz so?

«Gritte» beschreibt das breitbeinige Stehen – der Bänz (Kurzform von Benedikt) ist also der breitbeinige Teigmann. In Deutschland heißt dieselbe Figur Stutenkerl oder Weckmann.

Warum wird mein Grittibänz trocken?

Meist zu lange gebacken oder zu wenig aufgegangen. Die Klopfprobe hilft – und am nächsten Tag schmeckt er getoastet mit Butter fast noch besser.

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Weihnachtsmann spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Weihnachtsbaum wieder abspielt.

So funktioniert’s