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Papiersterne basteln

Ein Quadrat, viermal falten, dreimal schneiden – und beim Aufklappen hält jedes Kind die Luft an.

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Material
  • Papierquadrate (Origamipapier oder zugeschnittenes Druckerpapier)
  • Schere
  • Faden zum Aufhängen, Leimstift für Doppelsterne

Der Scherenstern – ab vier Jahren

  1. Quadrat zum Dreieck falten, nochmals zum kleineren Dreieck, ein drittes Mal – es entsteht ein schmales Dreieck mit einer geschlossenen Spitze.
  2. In die offenen Seiten Zacken und Bögen schneiden – wie beim Schneeflocken-Schneiden. Die Spitze bleibt ganz.
  3. Vorsichtig aufklappen: Jeder Stern wird anders, keiner misslingt.

Der Fröbelstern – ab etwa acht Jahren

Der Stern, den die meisten meinen, wenn sie «Papierstern» sagen: geflochten aus vier Papierstreifen, mit acht flachen und acht in die Höhe stehenden Zacken. Er sieht kompliziert aus und ist es beim ersten Mal auch – beim dritten Mal dauert er zehn Minuten.

  1. Streifen zuschneiden. Vier Stück im Verhältnis etwa 1 zu 30 – also 1,5 cm breit und 45 cm lang. Kürzere Streifen gehen auch, dann wird der Stern kleiner; schmaler als einen Zentimeter sollte man nicht schneiden, sonst reißt das Papier beim Einfädeln.
  2. Enden anspitzen. Jeden Streifen an beiden Enden schräg zuschneiden. Das braucht man ganz am Schluss beim Einfädeln – wer es vergisst, ärgert sich später.
  3. Flechten. Die vier Streifen in der Mitte falten und so ineinanderschieben, dass ein Quadrat aus abwechselnd über- und untereinander liegenden Streifen entsteht. Fest zusammenziehen, aber nicht knicken.
  4. Die flachen Zacken. Jeden der acht abstehenden Streifen einmal rechtwinklig nach außen falten, dann zurück – es entsteht ein flaches Dreieck. Reihum, bis alle acht liegen.
  5. Die hohen Zacken. Jetzt kommt der Schritt, an dem es beim ersten Mal hakt: Jeden Streifen zu einer Tüte rollen und die angespitzte Spitze unter der Flechtung des Nachbarstreifens durchschieben. Herausschauen darf sie nicht – deshalb die schräg geschnittenen Enden.
  6. Stern umdrehen und die andere Seite genauso. Überstehende Reste knapp abschneiden.

Der Name führt in die Irre: Benannt ist der Stern nach Friedrich Fröbel, dem Begründer des Kindergartens – aber erst lange nach dessen Zeit. Vermutlich stammt er aus Skandinavien und ist älter als 1800.

Der Fensterstern aus Transparentpapier – ab fünf Jahren

Der schnellste von allen und der, der am meisten hermacht, wenn die Sonne draufscheint. Acht Quadrate Transparentpapier, jedes zu einem Drachen gefaltet: Quadrat diagonal falten und wieder öffnen, dann zwei benachbarte Kanten zur Mittellinie klappen. Die acht Drachen mit der Spitze zur Mitte im Kreis übereinanderlegen, jeweils mit einem Tupfer Leim. Fertig ist ein Stern, der ans Fenster geklebt wird.

Zwei Farben im Wechsel sehen besser aus als eine. Und je dünner das Papier, desto mehr leuchtet der Stern – an den Stellen, wo zwei Lagen übereinanderliegen, wird die Farbe von selbst dunkler.

Welches Papier für welchen Stern?

  • Scherenstern – dünn muss es sein: Origamipapier, Seidenpapier, Zeitung, altes Notenpapier. Drei- bis viermal gefaltet lässt sich dickeres Papier kaum noch schneiden.
  • Fröbelstern – normales Druckerpapier hält gut. Fertige Streifen gibt es auch zu kaufen; sie sind meist 1,5 cm breit.
  • Fensterstern – Transparentpapier, je dünner desto besser. Butterbrotpapier tut es zur Not auch.
  • Faltstern – Origamipapier oder Druckerpapier, Hauptsache es hält eine Kante.

Der achtzackige Faltstern – ab etwa sechs Jahren

Für den Klassiker aus acht gefalteten Spitzen, die ineinandergesteckt und geklebt werden, steht die ausführliche Bildanleitung beim Weihnachts-Origami – dort gibt es den Faltbogen auch als Druckvorlage.

Wohin mit all den Sternen?

Ans Fenster, an eine Schnur als Girlande, auf Päckchen als Geschenkanhänger – und die schönsten mit Faden an den Weihnachtsbaum. Scherensterne aus Zeitungspapier oder alten Notenblättern sehen übrigens erstaunlich edel aus.

Häufige Fragen

Welches Papier eignet sich für Papiersterne?

Für Scherensterne dünnes Papier (Origami-, Seiden- oder Zeitungspapier) – dickes lässt sich mehrfach gefaltet kaum schneiden. Für Faltsterne normales Druckerpapier oder Origamipapier.

Warum reißt mein Scherenstern beim Aufklappen?

Zu tief geschnitten – irgendwo müssen die gefalteten Lagen verbunden bleiben. Faustregel: nie von einer Kante ganz zur anderen durchschneiden.

Wie lang müssen die Streifen für einen Fröbelstern sein?

Etwa 1 zu 30: bei 1,5 cm Breite also 45 cm Länge. Kürzer geht auch, dann wird der Stern kleiner. Unter einem Zentimeter Breite reißt das Papier beim Einfädeln.

Der Fröbelstern fällt beim Flechten auseinander – was tun?

Meist sind die Streifen zu locker ineinandergeschoben. Das Quadrat in der Mitte muss fest sitzen, bevor die Zacken drankommen. Eine Wäscheklammer hält es, solange man umgreift.

Ab welchem Alter geht welcher Stern?

Scherenstern ab vier, Fensterstern ab fünf, Faltstern ab sechs, Fröbelstern ab etwa acht Jahren. Beim Fröbelstern hilft es, wenn ein Erwachsener die erste Zacke vormacht.

Stand: 30. August 2026

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Weihnachtsmann spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Weihnachtsbaum wieder abspielt.

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