Eine Pflanze zwischen Himmel und Erde
Die Mistel wurzelt nie im Boden: Sie wächst hoch in den Kronen von Apfelbäumen, Pappeln und Tannen, bleibt im Winter grün und trägt weiße Beeren, wenn alles andere kahl ist. Für die Menschen früherer Zeiten war sie deshalb ein Gewächs «zwischen Himmel und Erde» – die keltischen Druiden schnitten sie der Überlieferung nach mit goldenen Sicheln, und in vielen Gegenden galt ein Mistelzweig über der Tür als Schutz für Haus und Frieden: Unter der Mistel, so hieß es, ruhen Streit und Waffen.
Vom Friedenszeichen zum Kuss
Aus dem Frieden unter der Mistel machten die Engländer im 18. und 19. Jahrhundert den freundlichsten aller Weihnachtsbräuche: Wer sich unter dem aufgehängten Zweig trifft, darf sich küssen – und nach alter Regel zupfte man für jeden Kuss eine Beere ab; waren die Beeren weg, war Schluss mit Küssen. Über Filme und Bücher kam der Brauch längst auch zu uns.
Gut zu wissen
Die weißen Beeren sind hübsch, aber nichts für Kindermünder – der Zweig hängt darum am besten hoch über der Tür, wo er hingehört. Dort hält er wochenlang, und ein einziger Zweig genügt für eine ganze Saison voller Anlässe.
Häufige Fragen
Warum küsst man sich unter dem Mistelzweig?
Die Mistel galt als Friedens- und Glückspflanze: Unter ihr ruhte der Streit. In England wurde daraus im 18. Jahrhundert der Kussbrauch, der heute weltweit bekannt ist.
Sind Mistelbeeren giftig?
Die Beeren sind für Menschen leicht giftig und gehören nicht in Kinderhände – der Zweig hängt darum idealerweise hoch über der Tür. Fürs Anschauen und Küssen darunter ist er völlig unbedenklich.
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Und wenn die Antwort persönlich wäre?
Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Weihnachtsmann spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Weihnachtsbaum wieder abspielt.
So funktioniert’s