Warten sichtbar machen
Der Adventskalender ist die kleine Schwester des Adventskranzes: eine Erfindung des 19. Jahrhunderts, um Kindern das unerträgliche Warten zu übersetzen. Familien malten 24 Striche an Tür oder Wand zum täglichen Wegwischen, hängten 24 Bildchen auf oder legten jeden Tag einen Strohhalm in die leere Krippe – damit das Kindlein am 24. weich liegt. Diese Strohhalm-Idee funktioniert übrigens bis heute wunderbar.
Vom gedruckten Kalender zum Schoggi-Türchen
Um 1908 brachte der Münchner Verleger Gerhard Lang den ersten gedruckten Adventskalender heraus – noch ohne Türchen: ein Bogen mit 24 Bildchen zum Ausschneiden und täglichen Aufkleben. Die Türchen zum Öffnen folgten wenig später, die erste Schokoladenfüllung in den 1950er-Jahren. Heute reicht die Spanne vom Schoggi-Kalender bis zum selbst gebastelten mit 24 Säckli – geblieben ist die Grundidee: Jeder Tag bekommt ein kleines Fest.
Warum 24 – und nicht mehr?
Der klassische Kalender beginnt am 1. Dezember und endet an Heiligabend – eine praktische Vereinfachung, denn der eigentliche Advent beginnt mal Ende November, mal Anfang Dezember. Für Kinder zählt ohnehin nur eines: dass hinter dem 24. Türchen das größte Bild wartet.
Häufige Fragen
Seit wann gibt es Adventskalender?
Als Brauch seit dem 19. Jahrhundert (Kreidestriche, Bildchen, Strohhalme), gedruckt seit etwa 1908, mit Schokolade gefüllt seit den 1950er-Jahren.
Warum beginnt der Adventskalender am 1. Dezember?
Der Einfachheit halber: Der echte Advent beginnt jedes Jahr an einem anderen Tag. 24 feste Türchen bis Heiligabend kann dagegen jedes Kind überblicken.
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Und wenn die Antwort persönlich wäre?
Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Weihnachtsmann spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Weihnachtsbaum wieder abspielt.
So funktioniert’s