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Still, still, still

Das zarteste aller Weihnachtslieder: ein Wiegenlied, bei dem man von Strophe zu Strophe leiser wird.

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Text und Melodie: Volksgut aus dem Salzburger Land · erstmals gedruckt 1865 · gemeinfrei

Still, still, still,
weil’s Kindlein schlafen will.
Die Engel tun schön jubilieren,
bei dem Kripplein musizieren.
Still, still, still,
weil’s Kindlein schlafen will.
Schlaf, schlaf, schlaf,
mein liebes Kindlein, schlaf!
Maria tut es niedersingen,
ihre keusche Brust darbringen.
Schlaf, schlaf, schlaf,
mein liebes Kindlein, schlaf!

Das Lied ist Volksgut und wird regional mit leicht unterschiedlichen Worten gesungen; oben steht eine der gebräuchlichsten Fassungen.

Ein Lied zum Leiserwerden

Der schönste Effekt beim Singen steckt im Titel: Mit jeder Wiederholung des «Still, still, still» tatsächlich leiser werden, bis die letzte Zeile fast geflüstert ist. Wer es mit kleinen Kindern singt, merkt schnell, dass sie mitmachen – leiser werden ist für sie eine Aufgabe, stillsitzen nicht.

Der Bau des Liedes hilft dabei: Jede Strophe beginnt und endet mit derselben Doppelzeile, dazwischen stehen nur zwei neue Zeilen. Man muss also wenig auswendig können, um mitzukommen – das Gerüst wiederholt sich, und der Rest ergibt sich aus dem Zuhören.

Woher es kommt – und was daran unsicher ist

Das Lied stammt aus dem Salzburger Land, aus derselben Gegend wie «Stille Nacht». Oft liest man, es sei 1819 aufgezeichnet worden – belegt ist das nicht, es ist eine Überlieferung. Sicher ist der erste Druck: 1865, in einer Salzburger Volksliedersammlung von Maria Vinzenz Süß. Verfasser und Komponist sind keine überliefert.

Weil es Volksgut ist, wird es regional mit unterschiedlichen Worten gesungen; die Fassung oben ist eine der gebräuchlichsten. Falsch ist keine davon – bei einem Lied, das über Generationen mündlich weitergegeben wurde, gibt es keinen Urtext, an dem man die anderen messen könnte.

Wann es passt

Nicht am Heiligen Abend im Trubel, sondern an den Abenden davor: als letztes Lied vor dem Zubettgehen, wenn der Adventskalender schon offen ist und die Aufregung langsam abgeschaltet werden muss. Es ist eines der wenigen Weihnachtslieder, die nach unten führen statt nach oben.

Häufige Fragen

Woher stammt «Still, still, still»?

Aus dem Salzburger Land. Erstmals gedruckt wurde es 1865 in einer Volksliedersammlung von Maria Vinzenz Süß; die oft genannte Jahreszahl 1819 ist Überlieferung, nicht belegt. Verfasser sind keine bekannt.

Warum gibt es verschiedene Textfassungen?

Volkslieder wurden mündlich weitergegeben und dabei regional abgewandelt. Es gibt keinen Urtext, an dem man die anderen messen könnte – falsch ist keine der Fassungen.

Für welches Alter eignet sich das Lied?

Ab dem ersten Lebensjahr. Jede Strophe beginnt und endet mit derselben Doppelzeile; Kinder steigen dort ein, lange bevor sie den Rest können.

Stand: 30. August 2026

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Weihnachtsmann spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Weihnachtsbaum wieder abspielt.

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