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Christstollen

Der einzige Kuchen, der besser wird, wenn man ihn liegen lässt. Zwei Wochen sind das Minimum – deshalb wird er Ende November gebacken, nicht am 23. Dezember.

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  • Aufwand: 1 Std. + 1 Nacht + 2 Wochen reifen
  • Ergibt: 1 Stollen, ca. 1 kg
  • Schwierigkeit: mittel
Früchte, am Vortag einlegen
  • 200 g Sultaninen
  • 60 g Zitronat und Orangeat, fein gewürfelt
  • 30 ml Rum
Teig
  • 300 g Weizenmehl
  • 20 g Frischhefe
  • 100 ml lauwarme Milch
  • 150 g weiche Butter
  • 60 g Zucker
  • 4 g Salz
  • 45 g gemahlene Mandeln
  • abgeriebene Schale von ½ Bio-Zitrone, 1 Msp. Kardamom, 1 Msp. Muskatblüte, wenig Vanille
Mantel
  • 80 g Butter, geschmolzen
  • 40 g Kristallzucker
  • 80 g Puderzucker

So geht es

  1. Am Vortag: Sultaninen, Zitronat und Orangeat mit dem Rum mischen, zudecken und über Nacht bei Raumtemperatur ziehen lassen. Vor dem Backen gut abtropfen lassen – überschüssige Flüssigkeit macht den Teig weich.
  2. Vorteig: Ein Drittel des Mehls mit der lauwarmen Milch und der Hefe zu einem festen Teig kneten. Zugedeckt 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  3. Hauptteig: Butter, Zucker, Salz, Mandeln und Gewürze zu einer gleichmäßigen Paste rühren. Mit dem Vorteig und dem restlichen Mehl 10 bis 15 Minuten kneten, bis der Teig glatt ist.
  4. Früchte: zum Schluss nur noch kurz unterheben – drei bis fünf Minuten. Wer länger knetet, zerdrückt sie, und der Teig wird grau.
  5. Ruhen: 30 Minuten zugedeckt stehen lassen.
  6. Formen: zu einem Laib von 25 bis 28 cm formen, längs etwa 1 cm tief einschneiden und die Seite darüberklappen. Sultaninen, die oben aufliegen, eindrücken – sonst verbrennen sie. Nur 20 bis 30 Minuten gehen lassen: Zu viel Gare lässt den Stollen breitlaufen.
  7. Backen: bei 200 Grad einschießen, nach 20 Minuten auf 170 Grad zurückstellen. Gesamtzeit 50 bis 60 Minuten. Wer ein Thermometer hat, backt auf eine Kerntemperatur von 88 bis 92 Grad.
  8. Buttern: sofort nach dem Backen rundum großzügig mit der geschmolzenen Butter bestreichen – die heiße Kruste saugt sie auf. Auskühlen lassen, ein zweites Mal bestreichen, in Kristallzucker wälzen und zum Schluss dick mit Puderzucker bestäuben.

Die Reifezeit ist kein Extra

Ein frisch gebackener Stollen schmeckt nach nichts Besonderem. Erst beim Liegen verteilt sich die Feuchtigkeit aus den Früchten im ganzen Teig, und die Gewürze verbinden sich. Zwei Wochen sind das Minimum, drei bis sechs sind besser. Deshalb backen viele Familien den Stollen am ersten Adventswochenende und rühren ihn danach nicht mehr an.

Gelagert wird kühl und nicht zu trocken: Keller, kalte Speisekammer oder ein unbeheiztes Zimmer, bei etwa 3 bis 10 Grad. Vollständig auskühlen lassen, in Alufolie wickeln, dann in eine Blechdose. Nicht in den Kühlschrank – dort trocknet er aus.

Angeschnitten wird von der Mitte her. Danach schiebt man die beiden Hälften wieder zusammen: So bleibt die Schnittfläche geschützt und der Stollen trocknet nicht von innen aus.

Was schiefgehen kann

  • Der Stollen läuft breit. Der Teig war zu warm, die Butter zu weich oder die Gare zu lang. Abhilfe: den geformten Laib 20 Minuten kühl stellen und knapp gehen lassen.
  • Außen dunkel, innen teigig. Zu heiß gebacken. Nach den ersten 20 Minuten unbedingt zurückschalten.
  • Er trocknet aus. Zu wenig Butter aufgetragen. Der Butter-Zucker- Mantel ist die Konservierung, nicht die Verzierung – hier wird nicht gespart.

Ein Hinweis zum Namen: «Dresdner Christstollen» ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung und darf nur für Stollen aus dem Dresdner Gebiet verwendet werden – auch nicht mit Zusätzen wie «nach Dresdner Art». Der Stollen aus der eigenen Küche heißt schlicht Christstollen.

Dazu passt

Wer eher Plätzchen backen will, findet die Klassiker bei den Weihnachtsplätzchen; wie man alles richtig aufbewahrt, steht bei Plätzchen aufbewahren.

Häufige Fragen

Wie lange muss ein Christstollen reifen?

Mindestens zwei Wochen, besser drei bis sechs. Erst beim Liegen verteilt sich die Feuchtigkeit aus den Früchten im Teig und die Gewürze verbinden sich. Frisch gebacken schmeckt er noch unfertig.

Wie lagert man Christstollen richtig?

Kühl bei etwa 3 bis 10 Grad und nicht zu trocken – Keller, kalte Speisekammer oder unbeheiztes Zimmer. Vollständig auskühlen lassen, in Alufolie wickeln, dann in eine Blechdose. Nicht in den Kühlschrank, dort trocknet er aus.

Warum läuft mein Stollen beim Backen breit?

Meist war der Teig zu warm, die Butter zu weich oder die Gare zu lang. Der geformte Laib sollte vor dem Backen kurz kühl stehen und nur 20 bis 30 Minuten gehen.

Darf ich meinen Stollen «Dresdner Christstollen» nennen?

Nein. Die Bezeichnung ist geschützt und nur für Stollen aus dem Dresdner Gebiet zulässig – auch Zusätze wie «nach Dresdner Art» sind nicht erlaubt. Christstollen, Weihnachtsstollen oder Butterstollen darf er heißen.

Gehört Marzipan in den Christstollen?

In den klassischen nicht. Marzipanstollen ist eine eigene Sorte. Wer mag, legt vor dem Falten eine Marzipanrolle von 100 bis 150 Gramm längs in die Mitte des Teigs.

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Weihnachtsmann spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Weihnachtsbaum wieder abspielt.

So funktioniert die Zauberpost

Nur die Videobotschaft, ohne Brief und Anhänger? Video vom Weihnachtsmann ansehen

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