- Aufwand: 2 Std. + 2 Nächte trocknen
- Ergibt: 1 Haus, ca. 16 × 11 cm
- Schwierigkeit: mittel
- 500 g Weissmehl
- 200 g Honig oder Zuckerrübensirup
- 100 g brauner Zucker
- 90 g Butter
- 1 Ei
- 12 g Lebkuchengewürz
- 1 EL Backkakao (für die dunklere Farbe)
- ½ TL Natron, 1 Prise Salz
- 1 Eiweiss (ca. 35 g) oder 2 EL Eiweisspulver mit 60 ml Wasser
- 250 bis 300 g Puderzucker, gesiebt
- ein paar Tropfen Zitronensaft
Warum dieser Teig nicht aufgeht
Bauteile müssen ihre Form behalten. Deshalb hier: wenig Fett, viel Honig, nur eine Spur Triebmittel und eine lange kalte Ruhezeit. Wer mit Pottasche oder Hirschhornsalz arbeitet – den klassischen Lebkuchen-Triebmitteln – bekommt weiche Kanten und schiefe Wände.
Teig und Zuschnitt
- Honig, Zucker und Butter erwärmen, bis der Zucker gelöst ist. Auf handwarm abkühlen lassen – sonst gerinnt das Ei.
- Mit Mehl, Gewürz, Kakao, Natron, Salz und Ei zügig zu einem glatten Teig kneten. Flach als Platte einwickeln und mindestens 2 Stunden, besser über Nacht kühl stellen.
- Teig direkt auf dem Backpapier 4 bis 5 mm dick auswallen, Schablonen auflegen, ausschneiden, den Verschnitt abziehen. So werden die Teile nicht mehr bewegt und verziehen sich nicht.
- Bei 180 Grad Ober- und Unterhitze 12 bis 15 Minuten backen.
- Sofort nach dem Backen, solange alles noch heiss und weich ist, die Schablonen nochmals auflegen und die Kanten nachschneiden. Das ist der wichtigste Handgriff für passgenaue Teile.
- Über Nacht offen liegen lassen, besser 24 Stunden. Erst dann bauen.
Der Zuschnitt für ein Blech
Haus mit Grundriss 16 × 11 cm, Traufhöhe 9 cm, First 5 cm darüber:
- 2 Seitenwände: je 16 × 9 cm
- 2 Giebelwände: je 11 cm breit, 14 cm hoch – unten ein Rechteck von 11 × 9 cm, darauf ein Dreieck mit 5 cm Höhe
- 2 Dachplatten: je 17 × 9 cm (die Schräge misst 7,4 cm, dazu Überstand)
- Bodenplatte, wenn gewünscht: 20 × 15 cm, auf ein zweites Blech
Auf ein Blech von 30 × 40 cm passen die sechs Bauteile knapp. Bequemer sind zwei Backgänge. Aus 500 g Mehl wird genug Teig für das Haus und noch ein Blech Guetzli.
Der Kleber
Puderzucker sieben, Schüssel und Rührbesen absolut fettfrei. Eiweiss und Zitronensaft mit dem Puderzucker fünf Minuten aufschlagen, bis die Masse steht und Spitzen zieht. Sie muss so fest sein, dass ein Löffel darin stecken bleibt – sonst rutschen die Wände. Die Schüssel immer mit einem feuchten Tuch abdecken, sonst trocknet die Masse an.
Mit Kindern lieber Eiweisspulver statt rohem Eiweiss verwenden: 500 g Puderzucker, 2 EL Pulver, 60 ml Wasser, zwei Minuten rühren. Es verhält sich gleich und ist hygienisch unbedenklich. Auch Kichererbsenwasser aus der Dose funktioniert.
Der Zusammenbau – und die Wartezeiten
- Erste Wand mit einer dicken Zuckerraupe auf die Bodenkante setzen, von aussen und innen mit Tassen oder Konservendosen abstützen.
- Gegenüberliegende Wand ebenso. 20 bis 30 Minuten antrocknen lassen.
- Beide Giebel einsetzen – Zuckerguss auf die Bodenkante und auf beide senkrechten Stosskanten. Innen zusätzlich eine Kehlnaht in jede Ecke ziehen.
- Jetzt kommt der Schritt, an dem die meisten Häuser scheitern: Der offene Kasten muss zwei bis vier Stunden durchtrocknen, besser über Nacht. Erst dann die Stützen wegnehmen.
- Erste Dachplatte aufkleben und unterlegen, 30 bis 60 Minuten antrocknen lassen. Dann die zweite, den First mit einer dicken Naht schliessen.
- Nochmals über Nacht trocknen lassen. Danach wird dekoriert.
Für ein Kinderprojekt ist die Arbeitsteilung klar: Die Erwachsenen bauen abends die Statik und lassen sie über Nacht trocknen, die Kinder dekorieren am nächsten Tag ein Haus, das nicht mehr umfallen kann.
Haltbarkeit
Essbar bleibt es zwei bis vier Wochen, als Dekoration hält es Monate – wird dabei aber steinhart. Nicht luftdicht lagern: Sonst weicht der Zuckerguss auf und das Haus sackt zusammen. Und nicht neben die Heizung oder in die Sonne stellen.
Passendes Gebäck fürs Dach findest du bei den Lebkuchen, weitere Bastelideen beim Weihnachtsbasteln.
Häufige Fragen
Warum fällt mein Lebkuchenhaus zusammen?
Fast immer, weil zu früh weitergebaut wurde. Der offene Wandkasten braucht zwei bis vier Stunden, besser eine Nacht, bevor die Stützen weggenommen und die Dachplatten aufgelegt werden. Zweite Ursache: zu flüssiger Zuckerguss.
Wie dick rollt man den Teig für ein Lebkuchenhaus aus?
Vier bis fünf Millimeter. Dünner wird instabil, dicker backt ungleichmässig durch. Am besten direkt auf dem Backpapier ausrollen und die Teile danach nicht mehr bewegen.
Welcher Zuckerguss klebt am besten?
Eine steife Eiweissglasur im Verhältnis von etwa einem Teil Eiweiss zu sechs bis acht Teilen Puderzucker. Sie muss stehen bleiben und Spitzen ziehen. Ein paar Tropfen Zitronensaft machen sie stabiler.
Geht es auch ohne rohes Eiweiss?
Ja. Eiweisspulver mit Wasser verhält sich praktisch identisch und ist hygienisch unbedenklich: 500 g Puderzucker, 2 EL Pulver, 60 ml Wasser. Auch Kichererbsenwasser aus der Dose funktioniert.
Wie lange hält ein Lebkuchenhaus?
Essbar zwei bis vier Wochen, als Dekoration Monate. Wichtig: nicht luftdicht lagern, sonst weicht der Zuckerguss auf und das Haus sackt zusammen.
Und wenn die Antwort persönlich wäre?
Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Samichlaus spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Christbaum wieder abspielt.
So funktioniert die ZauberpostNur die Videobotschaft, ohne Brief und Anhänger? Video vom Samichlaus ansehen