Zum Inhalt springen

Zu Bethlehem geboren

Ein Weihnachtslied, das nicht beschreibt, sondern verspricht: Vier Zeilen lang geht es um die Geburt, danach nur noch darum, wem man gehören will.

← Lieder & Noten

Text: Friedrich Spee, 1637 · Melodie: nach einem französischen Chanson des 16. Jahrhunderts · gemeinfrei

Zu Bethlehem geboren
ist uns ein Kindelein.
Das hab ich auserkoren,
sein eigen will ich sein.
Eia, eia, sein eigen will ich sein.

Ursprünglich hatte das Lied sechs Strophen; heute werden meist drei bis fünf gesungen. Der «Eia»-Ruf schließt jede Strophe ab.

Woher es kommt

Der Text stammt von Friedrich Spee und erschien 1637 in Köln, ein Jahr später mit der Melodie. Spee war Jesuit und ist heute vor allem für etwas anderes bekannt: Er schrieb eine der schärfsten Schriften gegen die Hexenprozesse seiner Zeit. Von ihm stammt auch O Heiland, reiß die Himmel auf.

Die Melodie ist keine Kirchenmelodie, sondern geht auf ein französisches weltliches Lied des 16. Jahrhunderts zurück. Das hört man: Sie ist tänzerisch und leicht, ganz anders als die getragenen Choräle derselben Zeit.

Was das Lied besonders macht

Die meisten Weihnachtslieder erzählen die Szene – Stall, Hirten, Engel. Dieses erzählt fast nichts. Nach zwei Zeilen ist die Geburt abgehandelt, der Rest ist eine persönliche Entscheidung: «sein eigen will ich sein». Deshalb wirkt es trotz seines Alters nicht wie ein Bericht, sondern wie eine Antwort.

Die Szene selbst steht in der Weihnachtsgeschichte; wer nach weiteren alten Liedern sucht, findet sie bei den Weihnachtsliedern.

Häufige Fragen

Wer hat «Zu Bethlehem geboren» geschrieben?

Friedrich Spee, ein Jesuit des 17. Jahrhunderts. Der Text erschien 1637 in Köln, ein Jahr später zusammen mit der Melodie.

Woher stammt die Melodie?

Von einem französischen weltlichen Lied aus dem 16. Jahrhundert. Das erklärt, warum sie so tänzerisch klingt – anders als die getragenen Choräle derselben Zeit.

Wie viele Strophen hat «Zu Bethlehem geboren»?

Ursprünglich sechs. Heute werden meist drei bis fünf gesungen; jede endet mit dem «Eia»-Ruf.

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Nikolaus spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Christbaum wieder abspielt.

So funktioniert die Zauberpost

Nur die Videobotschaft, ohne Brief und Anhänger? Video vom Nikolaus ansehen

Zauberpost ab 20 € Versand am nächsten Werktag · Versand aus Deutschland
Zauberpost gestalten