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Brief an den Weihnachtsmann

Wohin der Brief geht, bis wann er dort sein muss – und ein Blatt zum Ausdrucken, damit er nicht auf kariertem Heftpapier landet.

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Vorschau: Brief an den Weihnachtsmann Brief an den WeihnachtsmannElf Schreiblinien, Tannenzweige und Sterne. A4, gleich losschreiben. PDF · PNGA4, kostenlos

Dieselbe Vorlage mit anderer Anrede: ans Christkind, an den Nikolaus, an den Samichlaus.

Wohin schickt man die Post an den Weihnachtsmann?

In Deutschland gibt es sieben Weihnachtspostfilialen der Deutschen Post. Zwei davon gehören dem Weihnachtsmann – und beide antworten jedem Kind, dessen Absender lesbar ist.

bis zum 2. Advent: 6. Dezember 2026

An den Weihnachtsmann
Weihnachtspostfiliale
16798 Himmelpfort

Himmelpfort (Brandenburg) · Die bekannteste der sieben Filialen. Seit 1984 kommen hier jedes Jahr Hunderttausende Briefe an, aus rund fünfzig Ländern; beantwortet wird in mehreren Sprachen.

rund zehn Tage vor Heiligabend: etwa 14. Dezember 2026

An den Weihnachtsmann
Himmelsthür
31137 Hildesheim

Himmelsthür (Niedersachsen) · Das älteste Weihnachtspostamt Deutschlands, seit 1967. Der Stadtteil von Hildesheim heißt wirklich so – daher der Name auf dem Umschlag.

Bringt das Kind seinen Brief lieber beim Christkind oder beim Nikolaus vorbei, gibt es dafür eigene Adressen: die fünf Christkind-Postämter und die beiden Nikolaus-Postämter.

Und in der Schweiz?

Die Schweizerische Post hat kein Postamt mit eigener Postleitzahl mehr. Trotzdem kommen die Briefe an – man schreibt einfach die Adresse hin, die es nur einmal im Jahr gibt:

Schweiz · keine Postleitzahl nötig

An das Christkind
An der Himmelspforte
Himmelreich

An den Weihnachtsmann
Am Polarkreis
Nordpol

Die Schweizerische Post erkennt solche Briefe an der Anschrift und sortiert sie aus – eine erfundene Adresse genügt. Frankiert wird wie ein normaler Brief. Entscheidend ist die Absenderadresse auf dem Umschlag: ohne sie kann keine Antwort kommen.

Was muss auf den Umschlag?

  • Oben rechts eine Briefmarke – ein ganz normaler Standardbrief, kein Zuschlag, keine Sonderfrankatur.
  • Die Anschrift des Postamts in der Mitte, genau so, wie sie oben steht.
  • Die vollständige Absenderadresse des Kindes – Vorname, Nachname, Straße, Postleitzahl, Ort. Das ist der Punkt, an dem die meisten Briefe scheitern: ohne Absender kann keine Antwort kommen, und niemand ruft an, um nachzufragen.

Aus dem Ausland an ein deutsches Postamt: Land nicht vergessen, und beim Postamt Christkindl in Österreich muss außerdem ein Internationaler Antwortschein beiliegen, sonst kommt keine Antwort zurück.

Was schreibt man hinein?

Die schönsten Briefe sind nicht die längsten. Fünf Sätze reichen, wenn sie ehrlich sind. Was sich bewährt hat:

  • Erst erzählen, dann wünschen. Ein Satz darüber, was dieses Jahr los war – Schulwechsel, neues Geschwisterchen, Fahrradfahren gelernt – macht den Brief persönlich. Wer sofort mit der Liste beginnt, klingt wie ein Bestellzettel.
  • Höchstens drei Wünsche. Kinder halten sich erstaunlich gut daran, wenn man es vorher sagt. Und es erspart Erklärungen an Heiligabend.
  • Etwas fragen. «Wie geht es den Rentieren?» oder «Wird dir nicht kalt?» – Fragen machen aus dem Zettel einen Brief.
  • Selbst schreiben lassen. Krumme Buchstaben und ein durchgestrichenes Wort sind das Beste am ganzen Blatt. Wer noch nicht schreiben kann, malt.
  • Etwas beilegen. Ein gemaltes Bild, ein Ausschneidestern, ein getrockneter Tannenzweig. Nichts Dickes – sonst wird es teurer als der Brief.

Ein Beispiel, wie es klingen kann:

Lieber Nikolaus,
ich heiße Mia und bin sieben. Dieses Jahr habe ich schwimmen gelernt, ganz ohne Schwimmflügel, und wir haben ein Meerschweinchen bekommen. Es heißt Pauli und frisst am liebsten Gurke.
Ich wünsche mir ein Buch über Pferde, Filzstifte und dass Oma wieder gesund wird.
Wie geht es deinen Rentieren? Frieren die nicht?
Liebe Grüße, Mia

Kommt eine Antwort?

Ja. Die Weihnachtspostfilialen beantworten jeden Brief mit lesbarer Absenderadresse, und zwar kostenlos. Es ist ein vorgedruckter Brief mit Bild und Sonderstempel, für alle Kinder derselbe – ehrenamtlich geschrieben, in Himmelpfort in rund einem Dutzend Sprachen. Die Antwort kommt meist zwischen Mitte und Ende Dezember; wer erst kurz vor Weihnachten schreibt, hat sie oft erst im Januar im Kasten.

Häufige Fragen

Was kostet ein Brief an den Weihnachtsmann?

Nur das normale Briefporto. Die Antwort der Weihnachtspostfiliale ist kostenlos – auch der Sonderstempel und die Beilagen.

Bis wann muss der Brief abgeschickt sein?

Für Himmelpfort gilt der 2. Advent, 2026 also der 6. Dezember. Himmelsthür rechnet mit rund zehn Tagen vor Heiligabend. Wer im November schreibt, hat die Antwort sicher vor Weihnachten im Briefkasten.

Was passiert, wenn der Absender fehlt?

Dann kommt keine Antwort. Die Postfilialen antworten auf den Umschlag zurück und haben keine Möglichkeit nachzufragen. Absender also lieber zweimal prüfen – mit Vorname, Nachname, Straße, Postleitzahl und Ort.

Kann man aus der Schweiz oder aus Österreich schreiben?

Ja. Die deutschen Postämter beantworten Briefe aus dem Ausland, das Land muss nur auf dem Umschlag stehen und das Porto stimmen. In der Schweiz genügt eine Anschrift wie «An den Weihnachtsmann, Am Polarkreis, Nordpol»; in Österreich gibt es das Postamt Christkindl.

Darf man etwas beilegen?

Ein gemaltes Bild oder ein flacher Basteltrick geht gut. Alles, was dick oder schwer ist, kostet mehr Porto – und Süssigkeiten oder Geld kommen nicht an, sie werden aussortiert.

Wie alt sollte ein Kind dafür sein?

Ab etwa vier Jahren macht es Freude. Wer noch nicht schreiben kann, malt – dafür gibt es den Wunschzettel zum Ausmalen. Ab acht schreiben die meisten Kinder ihren Brief allein.

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Alle Angaben nach bestem Wissen zusammengetragen, Stand 2026. Adressen und Fristen legen die Postgesellschaften jedes Jahr neu fest – vor dem Abschicken lohnt ein kurzer Blick auf die Seite der Post.

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Nikolaus spricht in einer Videobotschaft Ihr Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Christbaum wieder abspielt.

So funktioniert’s