Der Fahrplan
Der österreichische Advent beginnt lautstark: Am 5. Dezember ziehen die Krampusse durch die Orte, am 6. folgt der Nikolaus. Die Adventmärkte – allen voran der Wiener Christkindlmarkt vor dem Rathaus – gehören zu den ältesten überhaupt. Die Geschenke bringt an Heiligabend das Christkind: Erst wenn das Glöckchen läutet, dürfen die Kinder ins Zimmer, wo der Baum – oft mit echten Kerzen – zum ersten Mal brennt.
Die stillste Nacht
«Stille Nacht, heilige Nacht» wurde 1818 in Oberndorf bei Salzburg uraufgeführt und gehört seither Österreich ein kleines bisschen mehr als dem Rest der Welt: In vielen Familien wird es an Heiligabend als letztes Lied bei Kerzenschein gesungen, und die Stille-Nacht-Kapelle in Oberndorf zieht jedes Jahr Besucher aus aller Welt an. Ebenso österreichisch: die Mundart-Wiegenlieder «Still, still, still» und «Es wird scho glei dumpa».
Was auf den Tisch kommt
Gebacken werden Vanillekipferl (hier ist ihr Mutterland), Linzer Augen und Lebkuchen. An Heiligabend essen viele Familien Würstel oder Fisch, am Christtag dann den Braten – und zum Abschluss der Saison versteckt sich am 6. Januar auch in Österreich ein König im Kuchen, während die Sternsinger von Tür zu Tür ziehen.
Häufige Fragen
Wer bringt in Österreich die Geschenke?
Das Christkind, an Heiligabend. Der Weihnachtsmann spielt traditionell keine Rolle – auch wenn er über Filme und Werbung längst mitredet.
Was sind Sternsinger?
Kinder, die um den 6. Januar als Heilige Drei Könige verkleidet von Haus zu Haus ziehen, singen und den Segen «C+M+B» an die Tür schreiben – dabei sammeln sie für wohltätige Zwecke.
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Und wenn die Antwort persönlich wäre?
Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Nikolaus spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Christbaum wieder abspielt.
So funktioniert’s