Zum Inhalt springen

Heiligabend mit Kindern

Der längste Nachmittag des Jahres ist der 24. Dezember, Kinderzimmer, 14 Uhr. Ein erprobter Fahrplan gegen die große Warterei.

← Bräuche & Wissen

Der Vormittag: raus

Der beste Heiligabend beginnt draußen: Winterspaziergang, Schlitteln, Futterstreuen für die Vögel – Hauptsache Bewegung und Tageslicht. Wer mag, verbindet den Spaziergang mit Eichendorffs Gedicht oder besucht das Krippenspiel am Nachmittag: Es ist die beste Wartezeit-Vernichtung, die je erfunden wurde.

Der Nachmittag: Rituale statt Warten

Feste Programmpunkte machen die Stunden zählbar: ein Weihnachtsfilm nach dem Zmittag, dann gemeinsames Guetzli-Anrichten für den Teller, eine Vorlesegeschichte bei Kerzenlicht, das Milchreis-Schälchen für den Wichtel hinausstellen. Viele Familien lassen die Kinder am Nachmittag das Krippenspiel selbst aufführen – Kostüme: Bettlaken.

Die Bescherung: der Moment

Ob Glöcklein, Lied oder gemeinsames Zimmer-Betreten: Der Übergang braucht ein Zeichen. Bewährt hat sich die Reihenfolge Lied – staunen – auspacken: Erst wird am brennenden Baum eine Strophe gesungen («Stille Nacht» oder «Am Weihnachtsbaum»), dann darf gestaunt, dann ausgepackt werden – ein Geschenk nach dem andern, damit der Abend nicht in fünf Minuten Papierschlacht endet. Und danach: Zeit zum Spielen. Das beste Geschenk des Abends ist ein Erwachsener am Boden neben der neuen Eisenbahn.

Häufige Fragen

Wann ist die beste Zeit für die Bescherung?

Sobald es richtig dunkel ist – meist zwischen 17 und 19 Uhr. Früh genug, dass kleine Kinder noch wach und aufnahmefähig sind, spät genug für den Kerzenzauber.

Wie verhindert man die Fünf-Minuten-Papierschlacht?

Reihum auspacken: Immer eines aufs Mal, alle schauen zu. Das dehnt die Freude, würdigt jedes Geschenk – und die Kleinsten kommen zuerst dran.

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Nikolaus spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Christbaum wieder abspielt.

So funktioniert’s