Der Fahrplan
Die Schweizer Festzeit beginnt mit dem Samichlaus am 6. Dezember: Nüsse, Mandarinli, Sprüchli – und der Grittibänz, der Hefeteig-Mann, der an diesem Tag in jeder Bäckerei liegt. Die Geschenke bringt dann an Heiligabend traditionell das Christkind: Bescherung ist am Abend des 24. Dezembers, oft nach dem Läuten eines Glöckleins. Der 25. gehört dem großen Familienessen, der 26. (Stephanstag) den Verwandtenbesuchen – und am 6. Januar krönt der Dreikönigskuchen den Abschluss.
Was auf den Tisch kommt
Im Advent wird gebacken, was die Dose hält: Mailänderli, Brunsli, Zimtsterne, Chräbeli. An den Festtagen selbst ist das Fondue Chinoise der heimliche Landessieger – gefolgt von Schinken im Teig und Filet im Blätterteig. Jede Familie schwört auf ihres.
Eigenheiten, die Zugezogene überraschen
Die Kerzen am Baum sind vielerorts noch echt (mit dem Eimer Wasser diskret daneben), gesungen wird «Stille Nacht» oft in Mundart-Nähe, und der 24. Dezember ist ein normaler Arbeitstag bis in den Nachmittag – das Fest beginnt erst mit der Dunkelheit. Und über allem gilt: Es «weihnachtet» hier leiser als anderswo, dafür bis zum 6. Januar.
Häufige Fragen
Wann gibt es in der Schweiz die Geschenke?
An Heiligabend, dem Abend des 24. Dezembers – gebracht vom Christkind. Der Samichlaus am 6. Dezember bringt nur Nüsse, Mandarinli und Süßes.
Was ist ein Grittibänz?
Ein Männchen aus Hefeteig mit Rosinenaugen, das es rund um den Samichlaustag beim Bäcker gibt – in Deutschland heißt er Stutenkerl oder Weckmann.
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Und wenn die Antwort persönlich wäre?
Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Weihnachtsmann spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Weihnachtsbaum wieder abspielt.
So funktioniert’s