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Guetzli richtig aufbewahren

Zwei Bleche zu viel gebacken? Gut. Mit den richtigen Dosen halten die meisten Sorten bis nach Neujahr – und manche werden dabei sogar besser.

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Die Grundregel: nie mischen

Weiche und harte Guetzli gehören nicht in dieselbe Dose. Feuchtigkeit wandert immer zum Trockeneren: Der weiche Lebkuchen gibt seine Feuchtigkeit ab, das knusprige Mailänderli nimmt sie auf – nach drei Tagen sind beide zäh. Ebenso getrennt bleiben sollten stark duftende Sorten: Anis und Zimt ziehen in alles ein, was daneben liegt.

Was sonst noch zählt: vollständig auskühlen lassen, bevor etwas in die Dose kommt – warme Guetzli schwitzen und werden weich. Zwischen die Lagen kommt Backpapier, nicht Küchenpapier. Und die Dose steht kühl, trocken und dunkel; der Estrich oder ein ungeheizter Raum ist besser als die Küchenkredenz über dem Herd.

Wie lange welche Sorte hält

Die alten Tricks

Harte Guetzli wieder weich: ein Stück Apfel oder eine Orangenschale in die Dose, über Nacht – und am nächsten Tag wieder heraus, sonst schimmelt es. Funktioniert bei Lebkuchen zuverlässig.

Weiche Guetzli wieder knusprig: fünf Minuten bei 140 Grad in den Ofen, auf dem Gitter auskühlen lassen. Rettet Mailänderli und Butterguetzli vollständig.

Damit nichts zusammenklebt: Zuckerguss und Schokolade müssen wirklich hart sein – im Zweifel eine Nacht länger stehen lassen. Zwischen die Lagen kommt Backpapier.

Blechdose vor Plastik: Metall lässt minimal Luft durch, das ist für die meisten Guetzli genau richtig. Luftdichtes Plastik hält weiche Sorten weich und macht harte zäh.

Einfrieren

Fast alles lässt sich einfrieren, und zwar besser als die meisten glauben. Roher Teig hält drei Monate – als Rolle in Folie gewickelt, später in Scheiben schneiden statt auftauen. Gebackene, ungeschmückte Guetzli halten ebenfalls drei Monate; sie tauen in einer Stunde bei Zimmertemperatur auf und werden danach kurz aufgebacken. Nicht einfrieren sollte man Baiser, Makronen mit Eiweiss und alles bereits Verzierte – Zuckerguss wird beim Auftauen fleckig.

Verschenken

Wer Guetzli verschenkt, packt sie nach Sorten getrennt: kleine Cellophansäckchen pro Sorte, alle zusammen in eine Dose. So bleibt jede Sorte, wie sie sein soll, und der Beschenkte sieht auf den ersten Blick, was er vor sich hat. Ein Zettel mit dem Backdatum wirkt nüchtern, wird aber jedes Mal gelesen. Alle Rezepte stehen bei den Guetzli-Rezepten.

Häufige Fragen

Wie lange halten selbst gebackene Weihnachtsguetzli?

Je nach Sorte zwei bis sechs Wochen. Lebkuchen und Chräbeli halten am längsten und werden dabei besser, gefüllte Spitzbuben nur wenige Tage.

Warum werden meine Guetzli weich?

Meist weil weiche und harte Sorten in derselben Dose liegen oder die Guetzli noch warm eingefüllt wurden. Fünf Minuten bei 140 Grad im Ofen machen sie wieder knusprig.

Kann man Guetzliteig einfrieren?

Ja, drei Monate lang. Als Rolle in Folie gewickelt einfrieren und tiefgekühlt in Scheiben schneiden – das spart am Backtag das Auswallen.

Blechdose oder Plastikdose?

Blech. Es lässt minimal Luft durch, was für die meisten Guetzli richtig ist. Luftdichtes Plastik macht harte Sorten zäh.

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Samichlaus spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Christbaum wieder abspielt.

So funktioniert die Zauberpost