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Wo wohnt Nikolaus?

Lappland? Nordpol? Der Berg hinter dem Dorf? Die Frage hat mehrere richtige Antworten – und ein paar davon haben sogar eine Postleitzahl.

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Die drei Antworten, die Kinder kennen

Rovaniemi in Finnland. Am Polarkreis in Lappland steht das «Santa Claus Village» mit Weihnachtsmannbüro, Postamt und Rentieren. Finnland betreibt diese Adresse seit Jahrzehnten offiziell – wer will, kann sie besuchen. Für Kinder ist das die konkreteste Antwort: ein Ort, den es auf der Karte gibt.

Der Nordpol. Die ältere, angelsächsische Variante: Werkstatt im ewigen Eis, Elfen an der Werkbank. Sie stammt aus amerikanischen Zeitungsbildern des 19. Jahrhunderts und ist seither die Standardantwort im Film.

Der Himmel. Wo das Christkind zu Hause ist, gibt es keine Landkarte – und das ist Absicht. In Österreich und Süddeutschland bleibt die Antwort darum meist bei «im Himmel», und die Frage nach dem Weg dorthin beantwortet sich mit einem Blick nach oben.

Die Weihnachtspostämter, die wirklich antworten

Das Schönste an dieser Frage: Man kann sie ausprobieren. In mehreren Ländern betreibt die Post eigene Weihnachtsfilialen, in denen Freiwillige jeden Brief beantworten – kostenlos, es braucht nur eine Marke und eine Absenderadresse. Die Briefe müssen früh weg, meist bis Mitte Dezember. Alle Adressen von Himmelpfort über Christkindl bis Engelskirchen stehen samt Fristen auf unserer Seite Brief an den Nikolaus, eine fertige Wunschzettel-Vorlage gibt es dazu.

Ein Hinweis, der Tränen erspart: Die Weihnachtspostämter schreiben einen freundlichen Serienbrief zurück, keinen persönlichen. Wer damit rechnet, freut sich – und wer eine Antwort erwartet, die den Namen des Meerschweinchens kennt, ist enttäuscht.

Was man antwortet, wenn das Kind nachbohrt

«Warum sieht man ihn dann nie?» ist die logische Anschlussfrage. Bewährt hat sich: Er ist immer dort, wo er gerade gebraucht wird – und weil das überall gleichzeitig ist, hat er viele Helfer. Wer tiefer einsteigen will, findet die ganze Diskussion unter Gibt es den Nikolaus?

Woher die Rentiere kommen

Der Schlitten mit den Rentieren stammt nicht aus altem Brauchtum, sondern aus einem Gedicht: 1823 erschien in New York «A Visit from St. Nicholas», das dem Weihnachtsmann acht Rentiere und den Weg durch den Kamin gab. Rudolf mit der roten Nase kam erst 1939 dazu – als Werbefigur eines Warenhauses. Zwei Jahrhunderte später hält sich beides hartnäckiger als jedes Kirchenlied.

Häufige Fragen

Was ist die offizielle Adresse in Finnland?

Santa Claus, Santa Claus Main Post Office, FI-96930 Arctic Circle, Finnland. Die finnische Post beantwortet Briefe aus aller Welt – auf Deutsch geschriebene meist auf Englisch oder Finnisch.

Antworten die Weihnachtspostämter wirklich?

Ja, sofern der Brief rechtzeitig ankommt und eine vollständige Absenderadresse trägt. Es ist allerdings ein vorgedruckter Brief für alle Kinder, kein persönlicher.

Wohnt der Samichlaus auch im Wald?

In der Schweiz ist genau das die verbreitetste Antwort: Er kommt am 6. Dezember aus dem Wald ins Dorf und geht danach wieder dorthin zurück. Ein Ort zum Hinzeigen ist für kleine Kinder oft überzeugender als der Nordpol.

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Nikolaus spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Christbaum wieder abspielt.

So funktioniert die Zauberpost