Was Rot ist, sind gar keine Blüten
Der Weihnachtsstern stammt aus Mexiko und heißt botanisch Euphorbia pulcherrima. Die roten «Blütenblätter» sind Hochblätter – umgefärbte Blätter. Die echten Blüten sind die unscheinbaren grünlich-gelben Knöpfchen in der Mitte. Genau die sind beim Kauf das wichtigste Merkmal: Sind sie noch geschlossen und frisch, hat die Pflanze ihre beste Zeit noch vor sich. Sind sie schon abgefallen, ist der Höhepunkt vorbei, und sie hält deutlich kürzer.
Der häufigste Fehler passiert im Laden
Der Weihnachtsstern ist eine Tropenpflanze. Schon unter etwa 12 Grad bekommt er einen Kälteschock – und wirft dann oft Tage später alle Blätter ab, wenn längst niemand mehr an den Heimweg denkt. Darum: einpacken lassen, im warmen Auto transportieren, nicht offen über den Markt tragen und nicht im kalten Wagen stehen lassen.
Standort und Wasser
- Hell und nah am Fenster. Schon einen Meter vom Fenster entfernt kommt nur noch etwa die Hälfte des Lichts an, nach zwei Metern ein Viertel.
- 15 bis 22 Grad sind ideal. Dauerhaft unter 15 Grad mag er nicht.
- Keine Zugluft. Der Platz neben der oft geöffneten Haustür ist der schlechteste im ganzen Haus.
- Erst gießen, wenn die obere Erde trocken ist – und dann mit zimmerwarmem Wasser. Kaltes Wasser ist der zweite Kälteschock.
- Nie im Untersetzer stehen lassen. Staunässe lässt die Blätter gelb werden und abfallen; sie ist häufiger tödlich als Trockenheit.
Wie giftig ist er wirklich?
Der Ruf ist schlimmer als die Pflanze. Tox Info Suisse stuft den Weihnachtsstern als «harmlos bis leicht giftig» ein: Wer kleine Mengen verschluckt, hat meist gar keine oder leichte Magen-Darm-Beschwerden. Eine große amerikanische Auswertung von über 22 000 Fällen fand keinen einzigen Todesfall. Der Milchsaft kann Haut und Augen reizen – nach dem Umtopfen also Hände waschen.
Bei Katzen ist mehr Vorsicht angebracht als bei Kindern. Hier gehen die Einschätzungen auseinander: Die amerikanische Tierschutzorganisation ASPCA hält die Giftigkeit für «überschätzt», die Giftdatenbank der Universität Zürich führt dagegen Einzelfälle mit schwerem Verlauf. Solange das ungeklärt ist, gehört die Pflanze ausser Reichweite von Katzen. Mehr dazu bei Weihnachten mit Hund und Katze.
Damit er nächstes Jahr wieder rot wird
Der Weihnachtsstern ist eine Kurztagpflanze: Er färbt die Hochblätter erst, wenn die Tage kürzer als zwölf Stunden sind. Im beleuchteten Wohnzimmer passiert das nie. Der Jahresablauf:
- Februar bis April: weniger gießen, dann auf etwa 15 cm zurückschneiden.
- April: umtopfen. Ab Mitte Mai darf er nach draußen an einen geschützten Platz.
- Mai bis August: regelmäßig düngen.
- Ab Ende September oder Anfang Oktober: täglich höchstens zwölf Stunden Licht, den Rest völlige Dunkelheit – Karton drüber oder in einen unbenutzten Raum. Nach acht bis zwölf Wochen färben sich die Hochblätter.
Entscheidend ist das Wort «völlig». Eine Straßenlaterne vor dem Fenster, ein Nachtlicht oder kurzes Einschalten der Zimmerlampe reicht schon, um die Blütenbildung zu unterbrechen. Ein fensterloser Abstellraum ist sicherer als ein Karton.
Häufige Fragen
Warum verliert mein Weihnachtsstern die Blätter?
Meist wegen Kälte oder Staunässe. Schon unter etwa 12 Grad – typischerweise auf dem Heimweg vom Laden – bekommt die Pflanze einen Schock und wirft Tage später die Blätter ab. Die zweite häufige Ursache ist zu viel Wasser im Untersetzer.
Wie oft muss man einen Weihnachtsstern gießen?
Nur, wenn sich die obere Erdschicht trocken anfühlt, und dann mit zimmerwarmem Wasser. Überschüssiges Wasser aus dem Übertopf gleich abgiessen – Staunässe verträgt er nicht.
Ist der Weihnachtsstern giftig für Kinder?
Weniger als sein Ruf. Tox Info Suisse stuft ihn als harmlos bis leicht giftig ein; kleine verschluckte Mengen führen meist zu keinen oder leichten Magen-Darm-Beschwerden. Der Milchsaft kann Haut und Augen reizen. Bei Katzen ist mehr Vorsicht angebracht.
Wie bringe ich den Weihnachtsstern wieder zum Blühen?
Er braucht kurze Tage: ab Ende September oder Anfang Oktober täglich höchstens zwölf Stunden Licht und sonst völlige Dunkelheit. Nach acht bis zwölf Wochen färben sich die Hochblätter. Schon kurzes Störlicht unterbricht den Vorgang.
Woran erkenne ich beim Kauf eine frische Pflanze?
An den echten Blüten in der Mitte der roten Hochblätter: kleine grünlich-gelbe Knöpfchen. Sind sie noch da und geschlossen, ist die Pflanze frisch. Sind sie abgefallen, hält sie nicht mehr lange.
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Und wenn die Antwort persönlich wäre?
Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Nikolaus spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Christbaum wieder abspielt.
So funktioniert die ZauberpostNur die Videobotschaft, ohne Brief und Anhänger? Video vom Nikolaus ansehen