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Weihnachten in Deutschland

Das Land der Weihnachtsmärkte, des Adventskranzes und der Frage aller Fragen: Kartoffelsalat oder Gans?

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Der Fahrplan

Deutschland hat den Advent geprägt wie kein zweites Land: Der Adventskranz wurde in Hamburg erfunden, der Adventskalender in München gedruckt, und die Weihnachtsmärkte – vom Nürnberger Christkindlesmarkt bis zum Dresdner Striezelmarkt – füllen ab Ende November die Innenstädte mit Glühwein- und Mandelduft. Am 6. Dezember füllt der Nikolaus die geputzten Stiefel vor der Tür, an Heiligabend folgt die Bescherung: je nach Region vom Christkind oder vom Weihnachtsmann. Der 25. und 26. Dezember sind Feiertage für die große Verwandtschaft.

Was auf den Tisch kommt

An Heiligabend regiert in vielen Familien bewusst das Einfache – Würstchen mit Kartoffelsalat ist der meistgenannte Klassiker –, an den Feiertagen dann Gans oder Ente mit Rotkohl und Klößen. Gebacken werden Vanillekipferl, Spitzbuben (dort: Hildabrötchen oder Linzer Augen), Lebkuchen – und der Christstollen aus Dresden reift schon seit Wochen im Keller.

Eigenheiten

Die Kirchen sind an Heiligabend voller als im ganzen restlichen Jahr (Krippenspiel!), «Stille Nacht» wird bei Kerzenschein gesungen, und um die Fernseh-Wiederholungen bestimmter Weihnachtsklassiker herum organisieren ganze Familien ihren Nachmittag. Ernsthaft.

Häufige Fragen

Wann ist in Deutschland die Bescherung?

An Heiligabend, meist am frühen Abend des 24. Dezembers – nach Kirche oder Krippenspiel. Die beiden Weihnachtsfeiertage danach gehören den Familienessen.

Warum essen viele Deutsche an Heiligabend Kartoffelsalat?

Tradition mit praktischem Kern: Der 24. war früher Fastentag, zudem soll niemand stundenlang in der Küche stehen, wenn das Christkind kommt. Das große Menü folgt am 25.

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Nikolaus spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Christbaum wieder abspielt.

So funktioniert’s