Das Prinzip
Statt etwas Neuem bringt jede Person ein möglichst kurioses Fundstück von zu Hause mit – originalverpackt in Geschenkpapier: die Lava-Lampe, das Sparschwein in Erdbeerform, der Krawattenhalter mit Musik. Regel Nummer eins: Es muss sauber und funktionstüchtig sein. Regel Nummer zwei: Es darf nichts kosten – Schrottwichteln ist die Recycling-Variante des Wichtelns.
Die Würfelrunde
- Alle Päckli kommen in die Mitte, gewürfelt wird reihum mit einem Würfel.
- 6: ein Päckli aus der Mitte nehmen. 5: das eigene mit dem des linken Nachbarn tauschen. 4: mit dem rechten Nachbarn tauschen. (Einfachere Fassung für Kinder: nur die Sechs zählt.)
- Sind alle Päckli verteilt, läuft ein Wecker auf zehn Minuten – jetzt wird weitergewürfelt und getauscht, was das Zeug hält.
- Klingelt der Wecker, wird ausgepackt: Was man hat, gehört einem. Umtausch ausgeschlossen, Gelächter garantiert.
Was ein großartiges Schrottgeschenk ausmacht
Die Königsklasse ist nicht das hässlichste, sondern das erklärungsbedürftigste Objekt – eines, zu dem man eine Geschichte erzählen kann. Und am Ende gilt die schönste Nebenregel des Abends: Wer sein Mitbringsel zurückerwürfelt, hat den Beweis, dass es eben doch ein Schatz war.
Häufige Fragen
Was eignet sich NICHT als Schrottgeschenk?
Kaputtes, Verschmutztes, Verderbliches und alles, was eine anwesende Person kränken könnte (das geerbte Geschenk von letztem Jahr – heikel). Kurios ja, verletzend nein.
Ab welchem Alter können Kinder mitspielen?
Mit der vereinfachten Würfelregel (nur die Sechs zählt) ab etwa sechs Jahren. Kinder bringen oft die besten Fundstücke mit – und trennen sich am schwersten wieder davon.
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Und wenn die Antwort persönlich wäre?
Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Nikolaus spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Christbaum wieder abspielt.
So funktioniert’s