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Der Dreikönigskuchen

Ein Hefekranz, ein versteckter kleiner König, eine Papierkrone: Am 6. Januar entscheidet ein Bissen, wer heute bestimmen darf.

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Der Brauch

Am Dreikönigstag, dem 6. Januar, kommt in der Schweiz der Dreikönigskuchen auf den Tisch: ein Kranz aus süßen Hefeteig-Kugeln, in einer davon steckt ein kleiner Plastikkönig. Wer ihn in seinem Stück findet, trägt die goldene Papierkrone und ist König oder Königin für den Tag – darf also bestimmen, was gespielt, gegessen oder (Eltern-Klassiker) wer heute nicht abwaschen muss. In Frankreich heißt das Gegenstück «Galette des Rois», mit einer Bohne oder Porzellanfigur («fève») darin.

Woher er kommt

Das Losen eines «Bohnenkönigs» am Dreikönigstag ist seit dem Mittelalter belegt: In wessen Stück Kuchen die eingebackene Bohne lag, der regierte das Fest. Der Schweizer Dreikönigskuchen in seiner heutigen Kranzform wurde in den 1950er-Jahren von der Bäckerbranche neu belebt – mit durchschlagendem Erfolg: Heute gehört er zum 6. Januar wie der Kranz zum Advent. Der Tag selbst erinnert an die Heiligen Drei Könige – ihre Geschichte erzählt Heines Gedicht.

Selber backen – das Kurzrezept

500 g Mehl, 60 g Zucker, 1 TL Salz, 1 Päckchen Trockenhefe, 80 g weiche Butter und 3 dl Milch zu einem geschmeidigen Teig kneten, nach Belieben 80 g Rosinen dazu. Zwei Stunden aufgehen lassen, eine große Kugel und sieben kleine formen, den König in eine kleine stecken, als Blume zusammensetzen. Mit Ei bestreichen, mit Mandelblättchen und Hagelzucker bestreuen, bei 180 Grad 30 bis 35 Minuten backen. Krone aus Goldkarton basteln – fertig.

Häufige Fragen

Was, wenn ein Kind den König verschluckt?

Darum gilt am Tisch die Ansage: langsam essen, der König ist drin! Für kleine Kinder kann man seine Kugel markieren oder statt der Figur eine ganze Mandel einbacken.

Warum feiert man am 6. Januar die Drei Könige?

Der 6. Januar ist das Fest der Erscheinung des Herrn (Epiphanie) – der Tag, an dem die Weisen aus dem Morgenland dem Stern folgend beim Kind ankamen.

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Nikolaus spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Christbaum wieder abspielt.

So funktioniert’s