Die vierundzwanzig Zettel – fertig zum Abschreiben
Alle vierundzwanzig stehen hier: sechs Gutscheine, sechs Aufträge, sechs Fragen und sechs kurze Verse, als letzter der Zettel für den 24. Sie sind von uns geschrieben und dürfen abgeschrieben, umgeschrieben und ausgedruckt werden – nehmen Sie aus jeder Sorte, was zu Ihrem Kind passt.
Sechs Gutscheine (1–6)
- Heute darfst du das Abendessen bestimmen. Alles, was wir im Haus haben.
- Eine halbe Stunde länger aufbleiben – heute oder an einem Tag, den du aussuchst.
- Eine Stunde nur wir zwei. Du sagst, was wir machen.
- Heute wird im Wohnzimmer ein Zelt gebaut. Darin wird auch geschlafen.
- Kino auf dem Sofa: Du wählst den Film, ich mache die Decken.
- Morgen nehmen wir den langen Weg – den mit dem Spielplatz.
Sechs Aufträge (7–12)
- Sag heute jemandem etwas Schönes, das du sonst nur denkst.
- Füll heute das Vogelhaus. Die Meisen warten seit November.
- Schreib der Nachbarin einen Zettel. Was draufsteht, bestimmst du.
- Such ein Spielzeug aus, das ein anderes Kind nötiger braucht als du.
- Ruf heute jemanden an, der nicht damit rechnet.
- Heute darf jemand anders zuerst. Den ganzen Tag.
Sechs Fragen für den Abendtisch (13–18)
- Was war heute das Schönste?
- Was hat dich heute geärgert – und ist es jetzt noch wichtig?
- Woran erinnerst du dich vom letzten Weihnachten?
- Was möchtest du im nächsten Jahr lernen?
- Was wünscht sich Mama, was wünscht sich Papa?
- Wenn du einen Tag im Dezember doppelt haben könntest – welchen?
Sechs kurze Verse (19–24)
- Ein Licht für heute, eines für morgen – der Rest vom Jahr kann warten.
- Der Dezember zählt keine Tage. Er zählt Kerzen.
- Vier Sonntage, ein Kranz, und jedes Mal wird es heller.
- Wer warten kann, hat mehr Weihnachten als wer sich beeilt.
- Heute ist ein Tag für nichts. Nichts ist manchmal viel.
- Heute ist es so weit. Danke für die dreiundzwanzig Tage davor.
Die sechs Verse stehen bewusst am Schluss: Der letzte ist der Zettel für den 24. Wer lieber ein längeres Gedicht einlegt, findet welche bei den kurzen Weihnachtsgedichten.
Vier Sorten Zettel – und je sechs davon
Das ist der ganze Kniff: Statt vierundzwanzig Einfälle zu brauchen, braucht man vier Sorten und je sechs Stück. Der Kalender wird dadurch abwechslungsreicher als jeder, in dem jeden Tag ein Stück Schokolade liegt.
1. Zettel, die etwas versprechen
Gutscheine kosten nichts und werden am längsten aufbewahrt: eine Stunde allein mit Mama oder Papa, das Abendessen bestimmen dürfen, eine halbe Stunde länger aufbleiben, das Schlafzimmer als Zelt, gemeinsam etwas backen, Kino auf dem Sofa, Frühstück im Bett, der Weg zur Schule ausnahmsweise mit dem Umweg über den Spielplatz.
2. Zettel, die etwas aufgeben
Kleine Aufträge für den Tag: heute jemandem ein Kompliment machen, einen Zettel für die Nachbarin schreiben, das Vogelhaus füllen, ein Spielzeug aussuchen, das ein anderes Kind besser brauchen kann, jemandem einen Brief schreiben, den es nicht erwartet.
3. Zettel, die etwas fragen
Eine Frage für den Abendtisch, die niemand vorbereiten kann: Was war heute das Schönste? Was hat dich geärgert? Woran erinnerst du dich vom letzten Weihnachten? Was möchtest du nächstes Jahr lernen? Was glaubst du, wünscht sich Mama? Diese Zettel sind die, an die sich Familien noch Jahre später erinnern.
4. Zettel, die etwas erzählen
Ein kurzes Gedicht, eine Strophe aus einem Lied, ein Satz aus einer Geschichte, die dann abends weitergelesen wird. Kurze, freie Gedichte dafür stehen bei den kurzen Weihnachtsgedichten, Liedtexte bei den Weihnachtsliedern und Geschichten zum Weiterlesen bei den Weihnachtsgeschichten.
Für Erwachsene
Der Kalender für Erwachsene funktioniert nach denselben vier Sorten, nur mit anderem Inhalt: ein Gutschein für einen Abend ohne Diskussion über das Programm, ein Auftrag («heute nichts erledigen zwischen 20 und 22 Uhr»), eine Frage, die man sonst nie stellt, und ein Text – ein Absatz aus einem Buch, das man gemeinsam gelesen hat.
Was man sich sparen kann
Vierundzwanzig gereimte Sprüche zu schreiben ist eine Menge Arbeit, die selten bemerkt wird. Kinder lesen den Zettel, verstehen, was drinsteht, und rennen los. Ein klarer Satz wirkt besser als ein holpriger Reim – und wenn doch gereimt werden soll, dann bei den sechs Zetteln der vierten Sorte, wo die Sprache selbst der Inhalt ist.
Der 24. Zettel
Er sollte anders sein als die anderen dreiundzwanzig. Was sich bewährt hat: kein Gutschein und keine Aufgabe, sondern ein Satz, der den Kalender abschließt – ein Rückblick auf den Dezember, ein Dank, oder schlicht: «Heute ist es so weit.»
Wie der Kalender selbst entsteht, steht beim Adventskalender basteln; womit man ihn sonst noch füllt, bei Adventskalender füllen.
Häufige Fragen
Was schreibt man auf die Zettel im Adventskalender?
Am einfachsten in vier Sorten denken und je sechs davon machen: Gutscheine, kleine Aufträge, Fragen für den Abendtisch und Texte wie Gedichte oder Liedstrophen. So braucht es nicht vierundzwanzig Einfälle. Vierundzwanzig fertige Zettel stehen oben auf dieser Seite.
Gibt es fertige Adventskalender-Sprüche zum Abschreiben?
Ja, vierundzwanzig Stück – sechs Gutscheine, sechs Aufträge, sechs Fragen und sechs kurze Verse, als letzter der Zettel für den 24. Sie stehen oben auf dieser Seite, sind von uns geschrieben und dürfen abgeschrieben, umgeschrieben und ausgedruckt werden.
Müssen Adventskalender-Sprüche sich reimen?
Nein, und meistens ist es besser, wenn sie es nicht tun. Kinder lesen den Zettel und rennen los – ein klarer Satz wirkt stärker als ein holpriger Reim.
Was kommt in den Adventskalender für Erwachsene?
Dieselben vier Sorten mit anderem Inhalt: ein Gutschein für einen Abend nach eigenem Programm, ein kleiner Auftrag, eine Frage, die man sonst nie stellt, und ein Text zum Lesen.
Was schreibt man auf den 24. Zettel?
Etwas anderes als auf die übrigen dreiundzwanzig: keinen Gutschein und keine Aufgabe, sondern einen Satz, der den Dezember abschließt – einen Rückblick, einen Dank oder einfach «Heute ist es so weit.»
Stand: 3. Oktober 2026
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