Der Einzug
Anfang Dezember erscheint über Nacht eine kleine Tür an der Wand – gekauft oder aus Karton gebastelt, dazu vielleicht ein Mini-Briefkasten und eine Zwergen-Fussmatte. Daneben liegt ein erster Brief in kleiner Schrift: Der Wichtel stellt sich vor (Name auswürfeln macht Spass: Pinn, Tomte, Nissa …), erklärt, dass seine Tür nie geöffnet werden darf (Wichtelgeheimnis!) – und dass er ab und zu Spuren hinterlässt. Die Herkunft des kleinen Kerls steht übrigens hier.
Ideen für die 24 Tage
Die goldene Regel: zwei, drei «Ereignisse» pro Woche genügen völlig – an den anderen Tagen schläft der Wichtel. Bewährtes: Spuren: Mehl-Fussstapfen vor der Tür, ein winziger Schlitten aus Zündholzschachtel, aufgehängte Mini-Wäsche an einer Schnur. Botschaften: ein Witz im Briefkasten (Nachschub bei den Weihnachtswitzen), ein Rätsel, ein Lob für etwas, das das Kind wirklich getan hat. Streiche: die Schuhe der Familie vertauscht, ein Schnurrbart-Post-it auf dem Familienfoto, Guetzli angeknabbert. Geschenke: selten und winzig – eine Schoggimünze, ein Flummi; die Hauptwährung des Wichtels ist Humor, nicht Ware.
Der Auszug
An Heiligabend oder am 6. Januar verabschiedet sich der Wichtel mit einem Dankesbrief und nimmt die Tür mit (oder «schliesst» sie bis nächstes Jahr). Wer das Ende feiern will: Der Wichtel hinterlässt als Abschied das Milchreis-Schälchen-Ritual – diesmal umgekehrt, für die Kinder.
Häufige Fragen
Wie viel Aufwand macht eine Wichteltür wirklich?
So viel, wie man will. Zwei bis drei kleine Ereignisse pro Woche reichen – Kinder erzählen sich ohnehin die Höhepunkte weiter, nicht die Frequenz.
Was, wenn das Kind die Tür öffnen will?
Das regelt der erste Wichtelbrief: Öffnet ein Mensch die Tür, muss der Wichtel ausziehen – das Wichtelgeheimnis ist Teil des Spiels und wird erstaunlich ernst genommen.
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Und wenn die Antwort persönlich wäre?
Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Samichlaus spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Christbaum wieder abspielt.
So funktioniert’s