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Wichteln: die Regeln

Jeder beschenkt heimlich einen – und keiner weiss, von wem sein Päckli kommt: Wichteln ist das einfachste Gruppenritual der Weihnachtszeit.

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Die Grundregeln

  1. Alle Namen kommen in einen Hut, jede Person zieht einen – und behält ihn für sich. Wer sich selbst zieht, zieht neu.
  2. Gemeinsam wird ein Budget festgelegt (in Schulklassen oft 5 bis 10 Franken oder Euro, unter Erwachsenen 10 bis 20).
  3. Bis zum vereinbarten Tag besorgt jede Person heimlich ein Geschenk für den gezogenen Namen.
  4. Bei der Übergabe bleiben die Schenker anonym – oder werden am Ende geraten: Das Raten ist oft der lustigste Teil.

Die beliebtesten Varianten

Gedicht-Wichteln: Dem Päckli liegt ein Vierzeiler über die beschenkte Person bei – daran wird der Schenker geraten. Aufgaben-Wichteln: Statt zu kaufen, verschenkt man Zeit («Ich trage dir eine Woche den Schulsack»). Würfel-Wichteln: Alle Päckli in die Mitte, reihum würfeln – bei einer Sechs darf man ziehen, später tauschen; nach Ablauf der Zeit gehört, was man hat. Und die chaotisch-lustige Variante mit bewusst absurden Geschenken hat eine eigene Seite: Schrottwichteln.

Damit es für alle schön ist

Zwei Absprachen ersparen Tränen: ein Budget, das für alle gut stemmbar ist – und in Kindergruppen die Regel «gekauft oder gebastelt, beides zählt gleich». Der Name des Brauchs kommt übrigens von den heimlich helfenden Wichteln aus dem Norden – deshalb bleibt der Schenker unsichtbar.

Häufige Fragen

Was schenkt man beim Wichteln?

Etwas Kleines, das zur gezogenen Person passt: Lieblingssüssigkeit, ein Buch, Selbstgemachtes. Faustregel: lieber persönlich als teuer.

Wie organisiert man das Losen, wenn nicht alle am selben Ort sind?

Zettel ziehen bei einem Treffen bleibt am schönsten; sonst lost eine unbeteiligte Person aus und verschickt die Namen einzeln. Wichtig ist nur: Niemand kennt die anderen Zuordnungen.

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Samichlaus spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Christbaum wieder abspielt.

So funktioniert’s