Anna Ritter (1865–1921) · gemeinfrei
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem Näschen.
Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her. Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack –
denkt ihr, er wäre offen, der Sack?
Zugebunden, bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin:
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!
Warum Kinder dieses Gedicht lieben
Weil es aus Kindersicht erzählt – atemlos, ein bisschen wichtigtuerisch, mit dem Triumph, etwas gesehen zu haben, das sonst niemand sieht. Anna Ritter gehörte um 1900 zu den meistgelesenen Dichterinnen Deutschlands; dieses Gedicht ist ihr bekanntestes geblieben. Mit zwölf Zeilen ist es kurz genug für Fünf- bis Siebenjährige und hat eine dankbare Pointe zum Schnuppern in der Luft.
Häufige Fragen
Von wem stammt «Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen»?
Von der Dichterin Anna Ritter (1865–1921). Das Gedicht heisst «Vom Christkind» und ist gemeinfrei.
Für welches Alter eignet sich das Gedicht?
Ab etwa fünf Jahren zum Aufsagen, zum Vorlesen schon früher. Die zwei Strophen lassen sich auch auf zwei Kinder aufteilen.
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Und wenn die Antwort persönlich wäre?
Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Samichlaus spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Christbaum wieder abspielt.
So funktioniert’s