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Was am 6. Dezember hineingehört

Am Abend des 5. Dezembers steht er geputzt vor der Tür. Was am nächsten Morgen darin liegt, entscheidet über einen guten Start in den Advent.

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Erst einmal: Wie viel ist richtig?

Die häufigste Sorge ist die falsche. Kinder vergleichen am 6. Dezember im Kindergarten nicht die Menge, sondern die Geschichte: Wer erzählen kann, dass die Mandarine ganz unten lag und dass am Fenster Fussspuren waren, hat gewonnen. Ein kleiner, gut zusammengestellter Sack schlägt jedes überquellende Geschenkpaket – und lässt Luft bis Weihnachten. Als Faustregel hat sich bewährt: etwas zum Essen, etwas zum Tun, etwas zum Behalten. Mehr braucht es nicht.

Das Traditionelle

Die klassische Füllung ist erstaunlich beständig: Mandarinen oder Orangen, Baumnüsse, Haselnüsse, Äpfel, Lebkuchen, Schokolade und ein Grittibänz. Das hat einen Grund – all das war früher im Dezember kostbar. Getrocknete Feigen und Datteln passen ebenfalls, und wer den Sack selbst backt, gewinnt zusätzlich einen Nachmittag: Lebkuchen und Mailänderli halten sich problemlos bis zum 6.

Nach Alter sortiert

Bis drei Jahre. Alles muss gross genug sein: Holzfigur, Stoffball, dicke Wachsmalstifte, ein Bilderbuch. Nüsse in der Schale sind hübsch, aber für ganz Kleine kein Naschwerk – hier lieber Mandarine und weiches Gebäck.

Vier bis sechs. Das Alter der kleinen Wunder: Leuchtsteine, Stempel, ein Kartenspiel, Klebepunkte, eine Taschenlampe, Ausstechformen für die Guetzli, Malbuch und Stifte. Wer etwas zum Ausdrucken sucht, findet Ausmalbilder und Mandalas hier auf der Seite.

Ab sieben. Jetzt zählt Brauchbares: Kartenspiel, Rätselheft, Kopfhörer, Socken mit Muster, ein Kinogutschein, Bastelmaterial, das erste eigene Taschenmesser. Und Schulkinder freuen sich verlässlich über Geld in einer Nuss – Nussschale vorsichtig öffnen, Münze hinein, mit Leim wieder schliessen.

Was den Abend erst rund macht

Die Beigaben, an die man sich später erinnert, kosten nichts: ein handgeschriebener Zettel, der etwas nennt, das dem Kind dieses Jahr wirklich gelungen ist. Ein Vers, aufgesagt vor dem Sack – Vorschläge stehen bei den Nikolaus-Sprüchen. Ein Rutenzweig, der heute nichts mehr droht, sondern schmückt. Und für die, die es mögen: eine Spur aus Puderzucker vor der Tür.

Wer wissen will, warum in Österreich am Vorabend zusätzlich die Schellen klirren, findet das beim Krampus; wie der Brauch in der Schweiz aussieht, steht bei Samichlaus und Schmutzli.

Drei Dinge, die man weglassen kann

  • Grosse Geschenke. Sie verschieben den Massstab für den 24. Dezember, und niemand hat etwas davon.
  • Die Rute als Drohung. Der Nikolaus, der straft, ist eine Erfindung des 19. Jahrhunderts. Der echte Nikolaus von Myra hat verschenkt, nicht gerichtet.
  • Kleinkram, der bis Neujahr kaputt ist. Ein einziges gutes Ding hält länger als zehn Beigaben aus dem Aktionskorb.

Häufige Fragen

Wann wird der Stiefel hingestellt?

Am Abend des 5. Dezembers, geputzt, vor die Zimmer- oder Haustür. Gefüllt wird er in der Nacht, gefunden am Morgen des 6.

Wie viel Geld gibt man aus?

Üblich sind kleine Beträge – in vielen Familien liegt alles zusammen unter zwanzig Franken. Der 6. Dezember ist der kleine Bruder von Weihnachten, nicht die Generalprobe.

Was, wenn das Kind keine Süssigkeiten bekommen soll?

Dann füllt man mit Trockenfrüchten, Nüssen, einer Mandarine und kleinen Dingen zum Tun. Der Brauch hängt nicht an der Schokolade – ursprünglich ging es um Obst und Nüsse mitten im Winter.

Bekommen Geschwister das Gleiche?

Der Menge nach ja, dem Inhalt nach besser nicht. Gleich viel verhindert Streit, Verschiedenes zeigt, dass jemand die Kinder einzeln kennt.

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Samichlaus spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Christbaum wieder abspielt.

So funktioniert die Zauberpost