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Alle Weihnachtspostämter

Es gibt nicht ein Weihnachtspostamt, sondern neun. Wer wo antwortet, bis wann der Brief dort sein muss und was auf den Umschlag gehört – hier steht alles nebeneinander.

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Sieben Filialen in Deutschland

Die Deutsche Post öffnet jedes Jahr im November sieben Weihnachtspostfilialen. Jede gehört einer anderen Figur, und das ist keine Nebensache: Wer an das Christkind schreibt, bekommt aus Himmelpfort keine Antwort. Entscheidend ist die Anrede auf dem Umschlag – sie muss zur Filiale passen.

Alle sieben beantworten jeden Brief, dessen Absender lesbar ist, und zwar kostenlos. Geschrieben wird ehrenamtlich, oft von Menschen aus dem Ort.

Beim Weihnachtsmann

  • Himmelpfort (Brandenburg) · An den Weihnachtsmann, Weihnachtspostfiliale, 16798 Himmelpfort · Einsendeschluss um den zweiten Advent. Die bekannteste der sieben: seit 1984, jedes Jahr Hunderttausende Briefe aus rund fünfzig Ländern, beantwortet in etwa einem Dutzend Sprachen.
  • Himmelsthür (Niedersachsen) · An den Weihnachtsmann, Himmelsthür, 31137 Hildesheim · Einsendeschluss rund zehn Tage vor Heiligabend. Das älteste Weihnachtspostamt Deutschlands, seit 1967. Der Stadtteil heißt wirklich so – daher der Name auf dem Umschlag.

Beim Christkind

  • Engelskirchen (Nordrhein-Westfalen) · An das Christkind, 51777 Engelskirchen · Einsendeschluss kurz vor Heiligabend. Seit 1985 im Bergischen Land; wer vorbeikommt, kann den Brief dort selbst einwerfen.
  • Himmelstadt (Bayern) · An das Christkind, 97267 Himmelstadt · Einsendeschluss rund eine Woche vor Heiligabend. In Unterfranken am Main, seit 1986, mit einem kleinen Christkindpostamt-Museum.
  • Himmelpforten (Niedersachsen) · An das Christkind, 21709 Himmelpforten · Keine feste Frist – wer eine Antwort möchte, schreibt trotzdem im November. Rund um das Postamt gibt es im Advent einen kleinen Weihnachtsmarkt.

Beim Nikolaus

  • Nikolausdorf (Niedersachsen) · An den Nikolaus, 49681 Nikolausdorf · Ein Ortsteil von Garrel im Oldenburger Münsterland.
  • St. Nikolaus (Saarland) · An den Nikolaus, Nikolausplatz, 66351 St. Nikolaus · Seit 1966, betreut von Ehrenamtlichen aus dem Ort. Ein Stadtteil von Großrosseln an der französischen Grenze.

Beim Nikolaus zählt ein anderes Datum: Wer die Antwort noch vor dem 6. Dezember im Kasten haben will, schickt den Brief spätestens Mitte November ab. Danach antworten die Postämter weiter – die Antwort kommt dann nach dem Nikolaustag.

Österreich: das Postamt Christkindl

Das berühmteste Weihnachtspostamt Österreichs liegt bei Steyr in Oberösterreich: An das Christkind, Christkindlweg 6, 4411 Christkindl. Das Sonderpostamt ist von Ende November bis zum 31. Dezember geöffnet.

Hier gilt eine Bedingung, an der die meisten Briefe scheitern: Für eine Antwort muss ein frankiertes Rückkuvert beiliegen – aus dem Ausland ein Internationaler Antwortschein. Ohne den kommt nichts zurück.

Schweiz: keine Postleitzahl nötig

Ein eigenes Weihnachtspostamt gibt es hier nicht mehr. Die Schweizerische Post sortiert solche Briefe trotzdem aus, wenn die Anschrift eindeutig ist – eine erfundene Adresse genügt:

  • An das Christkind · An der Himmelspforte · Himmelreich
  • An den Weihnachtsmann · Am Polarkreis · Nordpol

Frankiert wird wie ein normaler Brief. Entscheidend ist auch hier die Absenderadresse.

Was auf den Umschlag gehört

  • Eine normale Briefmarke oben rechts – kein Zuschlag, keine Sonderfrankatur.
  • Die Anschrift der Filiale in der Mitte, genau in der Schreibweise von oben.
  • Die vollständige Absenderadresse des Kindes – Vorname, Nachname, Straße, Postleitzahl, Ort. Daran scheitern die meisten Briefe: ohne Absender kann keine Antwort kommen, und niemand ruft an, um nachzufragen.
  • Aus dem Ausland: das Land nicht vergessen.

Welche Filiale passt zu uns?

Nach der Figur, die bei euch kommt – nicht nach der Entfernung. Die Briefe werden ohnehin quer durchs Land befördert, und ein Brief an das Christkind, der in Himmelpfort landet, bekommt keine passende Antwort.

Wie man den Brief schreibt, was hineingehört und ein Blatt zum Ausdrucken stehen auf den drei Ratgebern: Brief an den Weihnachtsmann, Brief an das Christkind und Brief an den Nikolaus.

Wann kommt die Antwort?

Meist zwischen Mitte und Ende Dezember. Wer erst kurz vor Weihnachten schreibt, hat sie oft erst im Januar im Kasten. Die Antwort ist ein vorgedruckter Brief mit Bild und Sonderstempel – für alle Kinder derselbe. Wer möchte, dass die Post den Namen des Kindes kennt und auf das eingeht, was es geschrieben hat, findet unter Zauberpost die andere Variante.

Häufige Fragen

Wie viele Weihnachtspostämter gibt es?

In Deutschland sieben Filialen der Deutschen Post: Himmelpfort und Himmelsthür für den Weihnachtsmann, Engelskirchen, Himmelstadt und Himmelpforten für das Christkind, Nikolausdorf und St. Nikolaus für den Nikolaus. Dazu kommt das Postamt Christkindl in Österreich. In der Schweiz gibt es keines mehr, dort genügt eine Anschrift ohne Postleitzahl.

Antworten alle Weihnachtspostämter?

Ja, alle beantworten jeden Brief mit lesbarer Absenderadresse, und zwar kostenlos. Beim Postamt Christkindl in Österreich muss zusätzlich ein frankiertes Rückkuvert beiliegen, aus dem Ausland ein Internationaler Antwortschein.

Bis wann muss der Brief im Postamt sein?

Das ist je Filiale verschieden: Himmelpfort um den zweiten Advent, Himmelsthür rund zehn Tage vor Heiligabend, Engelskirchen kurz vor Heiligabend, Himmelstadt rund eine Woche vorher. Wer sicher gehen will, schickt den Brief im November ab.

Kann man an jedes Postamt schreiben?

Ja, aber die Anrede muss passen. Ein Brief an das Christkind, der in Himmelpfort ankommt, bekommt keine passende Antwort. Wählt also die Filiale nach der Figur, die bei euch kommt.

Was kostet ein Brief ans Weihnachtspostamt?

Nur das normale Briefporto. Die Antwort ist kostenlos. Aus der Schweiz nach Deutschland gilt der Auslandstarif.

Gibt es ein Weihnachtspostamt in der Schweiz?

Nicht mehr mit eigener Postleitzahl. Die Schweizerische Post erkennt Briefe an der Anschrift und sortiert sie aus: «An das Christkind, An der Himmelspforte, Himmelreich» oder «An den Weihnachtsmann, Am Polarkreis, Nordpol».

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Weihnachtsmann spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Weihnachtsbaum wieder abspielt.

So funktioniert die Zauberpost

Nur die Videobotschaft, ohne Brief und Anhänger? Video vom Weihnachtsmann ansehen

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