Die Adressen des Nikolaus
An den Nikolaus
49681 Nikolausdorf
Nikolausdorf (Niedersachsen) · Ein Ortsteil von Garrel im Oldenburger Münsterland. Wer bis zum 6. Dezember eine Antwort möchte, schickt den Brief spätestens Ende November.
An den Nikolaus
Nikolausplatz
66351 St. Nikolaus
St. Nikolaus (Saarland) · Seit 1966, betreut von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus dem Ort. Ein Stadtteil von Großrosseln an der französischen Grenze.
Wichtig beim Nikolaus: Wer die Antwort noch vor dem 6. Dezember im Briefkasten haben möchte, schickt den Brief spätestens Mitte November ab. Danach antworten die Postämter weiter, aber der Brief kommt dann nach dem Nikolaustag.
Nikolaus, Samichlaus, Santiglaus
In der Schweiz heißt er Samichlaus und kommt am 6. Dezember mit dem Schmutzli, in Österreich der Nikolaus mit dem Krampus, in Deutschland stellt man die Stiefel vor die Tür. Gemeint ist überall derselbe: der Bischof Nikolaus von Myra. Ein eigenes Postamt hat er in der Schweiz nicht – hier hilft dieselbe Anschrift wie fürs Christkind:
An das Christkind
An der Himmelspforte
Himmelreich
An den Weihnachtsmann
Am Polarkreis
Nordpol
Die Schweizerische Post erkennt solche Briefe an der Anschrift und sortiert sie aus – eine erfundene Adresse genügt. Frankiert wird wie ein normaler Brief. Entscheidend ist die Absenderadresse auf dem Umschlag: ohne sie kann keine Antwort kommen.
Was muss auf den Umschlag?
- Oben rechts eine Briefmarke – ein ganz normaler Standardbrief, kein Zuschlag, keine Sonderfrankatur.
- Die Anschrift des Postamts in der Mitte, genau so, wie sie oben steht.
- Die vollständige Absenderadresse des Kindes – Vorname, Nachname, Straße, Postleitzahl, Ort. Das ist der Punkt, an dem die meisten Briefe scheitern: ohne Absender kann keine Antwort kommen, und niemand ruft an, um nachzufragen.
Aus dem Ausland an ein deutsches Postamt: Land nicht vergessen, und beim Postamt Christkindl in Österreich muss außerdem ein Internationaler Antwortschein beiliegen, sonst kommt keine Antwort zurück.
Was schreibt man hinein?
Die schönsten Briefe sind nicht die längsten. Fünf Sätze reichen, wenn sie ehrlich sind. Was sich bewährt hat:
- Erst erzählen, dann wünschen. Ein Satz darüber, was dieses Jahr los war – Schulwechsel, neues Geschwisterchen, Fahrradfahren gelernt – macht den Brief persönlich. Wer sofort mit der Liste beginnt, klingt wie ein Bestellzettel.
- Höchstens drei Wünsche. Kinder halten sich erstaunlich gut daran, wenn man es vorher sagt. Und es erspart Erklärungen an Heiligabend.
- Etwas fragen. «Wie geht es den Rentieren?» oder «Wird dir nicht kalt?» – Fragen machen aus dem Zettel einen Brief.
- Selbst schreiben lassen. Krumme Buchstaben und ein durchgestrichenes Wort sind das Beste am ganzen Blatt. Wer noch nicht schreiben kann, malt.
- Etwas beilegen. Ein gemaltes Bild, ein Ausschneidestern, ein getrockneter Tannenzweig. Nichts Dickes – sonst wird es teurer als der Brief.
Ein Beispiel, wie es klingen kann:
Lieber Nikolaus,
ich heiße Mia und bin sieben. Dieses Jahr habe ich schwimmen gelernt, ganz ohne Schwimmflügel, und wir haben ein Meerschweinchen bekommen. Es heißt Pauli und frisst am liebsten Gurke.
Ich wünsche mir ein Buch über Pferde, Filzstifte und dass Oma wieder gesund wird.
Wie geht es deinen Rentieren? Frieren die nicht?
Liebe Grüße, Mia
Häufige Fragen
Wie lautet die Adresse vom Nikolaus?
An den Nikolaus, 49681 Nikolausdorf – oder An den Nikolaus, Nikolausplatz, 66351 St. Nikolaus. Beide gehören zu den sieben Weihnachtspostfilialen der Deutschen Post.
Wann muss der Brief an den Nikolaus abgeschickt sein?
Für eine Antwort bis zum 6. Dezember spätestens Mitte November. Danach beantworten die Postämter die Briefe weiter, die Antwort kommt aber erst nach dem Nikolaustag.
Was schreibt man dem Nikolaus?
Anders als beim Wunschzettel geht es hier weniger ums Wünschen: Der Nikolaus fragt traditionell, wie das Jahr war. Ein paar Sätze über das, was gut gelaufen ist und was schwer war, passen gut – und ein Dankeschön für den letzten Nikolaustag.
Was hat der Samichlaus mit dem Nikolaus zu tun?
Es ist derselbe: Nikolaus von Myra. In der Schweiz heißt er Samichlaus und bringt am 6. Dezember Nüsse, Mandarinen und Lebkuchen, begleitet vom Schmutzli. Die Geschenke an Weihnachten bringt dort das Christkind.
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Alle Angaben nach bestem Wissen zusammengetragen, Stand 2026. Adressen und Fristen legen die Postgesellschaften jedes Jahr neu fest – vor dem Abschicken lohnt ein kurzer Blick auf die Seite der Post.
Und wenn die Antwort persönlich wäre?
Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Weihnachtsmann spricht in einer Videobotschaft Ihr Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Weihnachtsbaum wieder abspielt.
So funktioniert’s
