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Samichlaus-Sprüchli

Wenn de Samichlaus chunnt, ghört es Värsli derzue – hier sind die traditionellen Sprüchli, die Schweizer Kinder seit Generationen aufsagen.

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Traditionelle Schweizer Värsli, mündlich überliefert · gemeinfrei

Es schneielet, es beielet,
es gaht en chüele Wind.
D Meitli leged d Händsche aa
und d Buebe laufed gschwind.
Ich bi en chliine Stumpe,
ich cha nöd lang stah.
Drum gänd mer öppis i mi Sack
und lönd mi wieder gah!
Samichlaus, du liebe Maa,
chumm doch au bi üs verbii.
Mir händ es Liedli gsunge
und es Värsli gseit derbii.

So läuft der Chlausbesuch entspannt

In der Schweiz kommt der Samichlaus am 6. Dezember mit dem Schmutzli – wer die beiden Figuren einem Kind erklären will, findet die Geschichte hier. Fürs Värsli gilt: kurz ist schöner als lang, und Mundart-Verse dürfen im eigenen Dialekt leicht anders klingen – es gibt kein falsches Züri- oder Bärndütsch. Das erste Sprüchli oben ist zugleich ein altes Liedli und lässt sich auch singen.

Vor dem Besuch hilft dieselbe Regel wie beim Gedicht: einmal am Tag üben, nie abfragen, notfalls zusammen aufsagen. Und wer lieber Hochdeutsch mag, nimmt einen der Nikolaus-Sprüche.

Häufige Fragen

Was heißt «es schneielet, es beielet»?

«Es schneit leicht» – «beiele» beschreibt das feine, dichte Schneien. Das Värsli erzählt vom kalten Wind, von Handschuhen und rennenden Buben.

Muss das Sprüchli auf Schweizerdeutsch sein?

Nein. Der Samichlaus freut sich über jedes Värsli – Mundart, Hochdeutsch oder ein gesungenes Liedli. Hauptsache, das Kind fühlt sich wohl dabei.

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Weihnachtsmann spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Weihnachtsbaum wieder abspielt.

So funktioniert’s