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Der Krampus

Am Abend des 5. Dezembers klirren in Österreich die Schellen: Der Krampus ist unterwegs – wild, laut und für Auswärtige erklärungsbedürftig.

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Wer der Krampus ist

Der Krampus ist die wilde Begleitfigur des Nikolaus im Alpenraum – zottiges Fell, geschnitzte Holzmaske, Hörner, Schellen am Gurt. Am Krampustag, dem 5. Dezember, zieht er lärmend durch die Gassen; am 6. folgt der ruhige Nikolaus. Das Paar erzählt eine alte Doppelgeschichte: Der Winter ist wild und dunkel – und dann kommt das Licht. Verwandte Gestalten gibt es vielerorts: Knecht Ruprecht in Deutschland, den Schmutzli in der Schweiz – keiner aber ist so präsent wie der Krampus in Österreich und Bayern.

Krampusläufe heute

In vielen Orten Österreichs sind aus dem Brauch große Krampus- und Perchtenläufe geworden: Gruppen («Passen») mit kunstvoll geschnitzten Masken ziehen durch die Straßen, Zuschauer stehen hinter Absperrungen, dazu Feuer, Trommeln, Schellen. Die Masken sind regionales Kunsthandwerk und oft über Generationen in Familienbesitz.

Mit Kindern zum Krampus?

Ehrliche Antwort: erst ab dem Schulalter, und auch dann freiwillig. Für kleine Kinder ist die Mischung aus Lärm, Dunkelheit und Masken zu viel – sie schauen besser aus dem Fenster oder bleiben beim Nikolausteil des Brauchs. Hilfreich ist der Blick hinter die Maske: Wer einem Kind zeigt, dass darunter der Nachbarsbub steckt und die Maske ein Kunstwerk ist, verwandelt Angst in Faszination.

Häufige Fragen

Wann kommt der Krampus?

Traditionell am 5. Dezember, dem Vorabend des Nikolaustags – die großen Krampusläufe verteilen sich auf die Wochen um diesen Termin.

Ist der Krampus für Kinder geeignet?

Krampusläufe sind laut und wild – für Kleinkinder ungeeignet, für Schulkinder mit Begleitung und dem Wissen, dass Menschen in Masken stecken, oft ein Abenteuer. Zwingen sollte man nie.

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Weihnachtsmann spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Weihnachtsbaum wieder abspielt.

So funktioniert’s