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Advent, Advent, ein Lichtlein brennt

Vier Kerzen, ein Vers: Der bekannteste Adventsspruch gehört zum Kranz wie die Tannenzweige – hier steht er ganz.

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Volksgut, 19./20. Jahrhundert · gemeinfrei

Advent, Advent,
ein Lichtlein brennt.
Erst eins, dann zwei,
dann drei, dann vier –
dann steht das Christkind vor der Tür.
Advent, Advent,
die dritte Kerze brennt.
Bald knistert es an allen Ecken,
Zimtsterne, die so herrlich schmecken.

Die schelmische Zusatzzeile «und wenn das fünfte Lichtlein brennt, dann hast du Weihnachten verpennt» ist jüngeres Schulhof-Volksgut – Kinder lieben sie trotzdem.

Der Vers zum Ritual

Der Spruch begleitet das sonntägliche Kerzenanzünden am Adventskranz: Ein Kind darf zählen, wie viele Kerzen schon brennen, alle sagen den Vers gemeinsam auf, dann wird angezündet. Gerade für kleine Kinder ist er oft der allererste «Gedicht»-Erfolg – fünf Zeilen, ein klarer Reim, jede Woche eine Wiederholung.

Häufige Fragen

Wie geht «Advent, Advent» im Original weiter?

«Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier – dann steht das Christkind vor der Tür.» Die Zeile mit dem «verpennten» Weihnachten ist eine spätere Scherzvariante.

Woher stammt der Spruch?

Er ist Volksgut und entstand mit dem Brauch des Adventskranzes – einen einzelnen Verfasser gibt es nicht.

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Weihnachtsmann spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Weihnachtsbaum wieder abspielt.

So funktioniert’s