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Orangenscheiben trocknen

Nichts riecht so nach Advent wie eine Ofenladung Orangenscheiben. Und übrig bleibt Schmuck, der nichts kostet.

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  • Aufwand: 15 Min. + 3 Std. trocknen
  • Ergibt: ca. 25 Scheiben
  • Schwierigkeit: sehr einfach
Was gebraucht wird
  • 3 bis 4 unbehandelte Orangen (Bio, weil die Schale mitgetrocknet wird)
  • scharfes Messer oder Gemüsehobel
  • Backpapier und ein Gitter
  • nach Belieben Zimtstangen, Sternanis, Nelken
  • Faden oder Draht zum Aufhängen

Im Backofen

  1. Orangen waschen und trocken reiben. In Scheiben von drei bis fünf Millimetern schneiden – dünner geht schneller, dicker sieht schöner aus. Ungleichmässig ist kein Fehler, aber alle Scheiben eines Blechs sollten ähnlich dick sein.
  2. Scheiben mit Küchenpapier gut abtupfen. Je weniger Saft, desto kürzer die Backzeit.
  3. Auf ein Gitter mit Backpapier legen, ohne dass sie sich berühren. Bei 80 bis 100 Grad Umluft in den Ofen, einen Holzlöffel in die Tür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
  4. Nach drei Stunden sind sie meist fertig, dickere brauchen bis zu vier. Alle 45 Minuten wenden. Fertig ist eine Scheibe, wenn sie sich trocken anfühlt und leicht biegen lässt, ohne Saft abzugeben.
  5. Auf dem Gitter vollständig auskühlen lassen – erst dann sind sie richtig hart.

Ohne Ofen

An der Heizung: Scheiben auf ein Gitter über den Heizkörper legen (Backpapier darunter), täglich wenden. Dauert zwei bis drei Tage, kostet nichts und duftet die ganze Zeit. Im Dörrgerät: bei 60 Grad rund acht Stunden – das schonendste Ergebnis, die Farbe bleibt am kräftigsten. Im Umluftofen mit Restwärme: nach dem Backen der Guetzli das noch warme Rohr nutzen, Scheiben hinein und über Nacht drin lassen.

Was man damit macht

  • Girlande: Scheiben mit einer dicken Nadel auf Bastelgarn ziehen, dazwischen Zimtstangen und Sternanis.
  • Baumschmuck: ein Loch in den Rand, Faden durch – an den Christbaum gehängt, leuchten sie im Gegenlicht wie kleine Fenster.
  • Geschenkanhänger: eine Scheibe ans Band, fertig ist das Etikett.
  • Duftschale: mit Nelken, Zimt und Tannenzweigen in eine Schale – oder ein paar Scheiben in einen Topf Wasser, kurz aufkochen, und die Wohnung riecht nach Weihnachten.
  • Im Punsch: eine getrocknete Scheibe schwimmt im Kinderpunsch deutlich hübscher als eine frische.

Mit Kindern

Schneiden übernehmen Erwachsene, alles andere geht gemeinsam: Abtupfen, Auslegen, Wenden, später Auffädeln. Das Warten ist der eigentliche Teil – und weil die Wohnung dabei nach Orange und Zimt riecht, ist es das seltene Bastelprojekt, das auch während des Wartens etwas hergibt. Wer den Nachmittag verlängern will, macht danach Fensterbilder oder Strohsterne.

Aufbewahren

Vollständig getrocknete Scheiben halten mehrere Jahre, wenn sie trocken und dunkel liegen – in einer Schachtel mit Seidenpapier, nicht luftdicht im Plastik. Werden sie im Januar weich, kurz nachtrocknen. Zeigen sich Stockflecken, war Restfeuchte drin; die betroffenen Scheiben kommen weg.

Häufige Fragen

Wie lange dauert das Trocknen im Backofen?

Bei 80 bis 100 Grad Umluft und drei bis fünf Millimeter dicken Scheiben rund drei bis vier Stunden, alle 45 Minuten wenden. Die Ofentür sollte mit einem Holzlöffel einen Spalt offen bleiben.

Warum werden meine Scheiben braun?

Zu heiss getrocknet. Über 100 Grad karamellisiert der Zucker. Niedriger stellen, dafür länger trocknen – im Dörrgerät bei 60 Grad bleibt die Farbe am kräftigsten.

Kann man die getrockneten Scheiben essen?

Ja, sofern unbehandelte Orangen verwendet wurden – sie schmecken herb-süss. Als Deko am Baum sind sie nach Wochen Zimmerluft allerdings staubig; dann bleiben sie besser Schmuck.

Wie lange halten sie?

Trocken und dunkel gelagert mehrere Jahre. Wichtig ist, dass sie vollständig durchgetrocknet sind, sonst bilden sich Stockflecken.

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Samichlaus spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Christbaum wieder abspielt.

So funktioniert die Zauberpost