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Warten auf Weihnachten

«Wie lange noch?» – die meistgestellte Frage des Dezembers bekommt hier ihre Antworten: Rituale, die das Warten selbst schön machen.

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Warten sichtbar machen

Kinder können Tage nicht fühlen, aber zählen: Der Adventskalender und der Kranz sind die Klassiker. Dazu funktioniert die Papierkette: 24 Glieder, jeden Abend reißt das Kind eines ab – die schrumpfende Kette macht die Zeit begreifbar wie nichts sonst. Oder die Strohhalm-Krippe: Für jede gute Tat ein Halm ins Krippchen, damit das Kindlein am 24. weich liegt.

Die Tage füllen

Ein Vorschlag pro Adventswoche: Woche 1 basteln und den Brief an den Weihnachtsmann oder ans Christkind schreiben; Woche 2 backen; Woche 3 singen und Verse üben; Woche 4 die großen Geschichten vorlesen. Draußen: Vogelfutter-Tannzapfen, Schneelaterne, Abendspaziergang zu den beleuchteten Fenstern.

Der Notfallplan für den 24.

Für den zähesten Nachmittag des Jahres gibt es eine eigene Seite: den Heiligabend-Fahrplan – und als Ass im Ärmel die Schnitzeljagd, deren letzter Zettel direkt zur Bescherung führt.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter verstehen Kinder, wie lange es noch dauert?

Ein Zeitgefühl für Wochen entwickelt sich erst im Schulalter. Vorher helfen sichtbare Zähl-Rituale: Kalender, Kette, Kranz – was weniger wird, ist begreifbar.

Was tun gegen die Aufregung am Abend des 23.?

Bewegung am Tag, ein warmes Bad, die ruhigste Vorlesegeschichte im Repertoire – und das Versprechen, dass Aufgeregtsein zum Fest gehört wie der Baum. Perfekt schlafen muss in dieser Nacht niemand.

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Weihnachtsmann spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Weihnachtsbaum wieder abspielt.

So funktioniert’s