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O du fröhliche

Geschrieben für Waisenkinder, gesungen auf eine sizilianische Melodie – und bis heute das feierliche Schlusslied vieler Christmetten.

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Text: Johannes Daniel Falk (1816) und Heinrich Holzschuher (1826) · Melodie: sizilianische Volksweise «O sanctissima» · gemeinfrei

O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Welt ging verloren, Christ ist geboren:
Freue, freue dich, o Christenheit!
O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Christ ist erschienen, uns zu versühnen:
Freue, freue dich, o Christenheit!
O du fröhliche, o du selige,
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Himmlische Heere jauchzen dir Ehre:
Freue, freue dich, o Christenheit!

Ein Lied aus dem Waisenhaus

Johannes Daniel Falk verlor vier seiner Kinder an eine Typhusepidemie und gründete danach in Weimar ein Rettungshaus für verwaiste Kinder. Für sie schrieb er 1816 die erste Strophe – auf die Melodie des sizilianischen Marienlieds «O sanctissima», die er in einer Liedersammlung gefunden hatte. Sein Mitarbeiter Heinrich Holzschuher ergänzte später die zweite und dritte Strophe in der heute gesungenen Form.

In vielen Kirchen ist «O du fröhliche» traditionell das Schlusslied des Weihnachtsgottesdienstes, oft mit Orgel und Glocken zusammen. Geprüfte Noten zum Ausdrucken sammelt nach und nach die Notenseite.

Häufige Fragen

Wer hat «O du fröhliche» geschrieben?

Die erste Strophe schrieb Johannes Daniel Falk 1816 für die Kinder seines Weimarer Waisenhauses, die weiteren Strophen stammen von Heinrich Holzschuher. Die Melodie ist die sizilianische Volksweise «O sanctissima».

Warum singt man es am Ende der Christmette?

Es hat sich als feierliches Schlusslied eingebürgert, weil es alle drei Strophen über denselben jubelnden Bogen spannt – oft begleitet vom vollen Geläut der Glocken.

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Samichlaus spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Christbaum wieder abspielt.

So funktioniert’s