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Macht hoch die Tür

Kein Lied eröffnet den Advent feierlicher – gedichtet zur Einweihung einer Kirche vor 400 Jahren.

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Text: Georg Weissel (1623) · Melodie: Freylinghausensches Gesangbuch (1704) · gemeinfrei

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit,
es kommt der Herr der Herrlichkeit,
ein König aller Königreich,
ein Heiland aller Welt zugleich,
der Heil und Leben mit sich bringt;
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Schöpfer reich von Rat.

Das Lied hat fünf Strophen, die alle mit einem «Gelobet»- oder «Komm»-Ruf enden. Die erste ist die weitaus bekannteste.

Die Tür, die gemeint ist

Der Königsberger Pfarrer Georg Weissel schrieb das Lied 1623 zur Einweihung der neuen Altrossgärter Kirche – nach dem Psalmwort «Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch». Gemeint ist aber nicht nur das Kirchenportal: Die Tür, die sich öffnen soll, ist das eigene Herz. Darum steht das Lied bis heute am Anfang des Advents, als Lied des Sich-bereit-Machens.

Häufige Fragen

Wann singt man «Macht hoch die Tür»?

Am ersten Advent und durch die ganze Adventszeit – es ist das bekannteste deutschsprachige Adventslied.

Welche Tür ist im Lied gemeint?

Nach dem Psalm 24 zunächst die Stadttore, durch die der König einzieht. Das Lied überträgt das Bild: Auch das eigene Herz soll sich öffnen wie ein Tor.

Und wenn die Antwort persönlich wäre?

Die Postfilialen antworten mit einem vorgedruckten Brief für alle Kinder – schön, aber eben für alle gleich. Zauberpost macht das andere: der Samichlaus spricht in einer Videobotschaft dein Kind mit Namen an, nennt, was es dieses Jahr erlebt hat, und antwortet auf das, was im Brief stand. Dazu ein gesiegelter Brief auf Papier und ein gravierter Holzanhänger, der das Video am Christbaum wieder abspielt.

So funktioniert’s