# Wichtel und Tomte

> Bevor der Wichtel bei uns Türen im Kinderzimmer bekam, hütete er in Skandinavien jahrhundertelang den Hof – für eine Schüssel Milchreis.

Quelle: https://meinezauberpost.com/de/wichtel-brauch
## Tomte, Nisse, Wichtel

In Schweden heißt er Tomte, in Dänemark und Norwegen Nisse: ein kleiner alter
Hausgeist mit grauem Kittel und roter Zipfelmütze, der nachts nach Hof und Tieren
schaut – solange man ihn gut behandelt. Sein Lohn ist bescheiden und nicht
verhandelbar: eine Schüssel Milchreis («risgrynsgröt») mit einem Stück Butter darauf,
hingestellt in der Weihnachtsnacht. Wer die Butter vergisst, erlebt im nächsten Jahr
allerlei kleine Missgeschicke – sagt der Brauch.

## Vom Hofgeist zum Weihnachtswichtel

Im 19. Jahrhundert wuchs der Tomte mit den Weihnachtsbräuchen zusammen: Der
«Jultomte» wurde in Schweden zum Gabenbringer, halb Hausgeist, halb Nikolaus. Von
dort wanderte die Figur als Weihnachtswichtel zu uns – bis hin zur modernen
[Wichteltür](https://meinezauberpost.com/de/wichteltuer-ideen), hinter der im Advent ein
unsichtbarer Wichtel einzieht und kleine Spuren hinterlässt. Und die Grimmsche
Verwandtschaft, die Schuhe näht statt Höfe hütet, steht bei den
[Wichtelmännern](https://meinezauberpost.com/de/die-wichtelmaenner).

## Der Milchreis-Brauch für zu Hause

Der einfachste Import aus dem Norden: In der Nacht vor Weihnachten stellt die
Familie dem Wichtel ein Schälchen Milchreis mit Butter und Zimt vor die Tür –
und siehe da, am Morgen ist es leer. Milchreis gibt es an dem Abend praktischerweise
auch für alle anderen.

## Häufige Fragen

### Was ist der Unterschied zwischen Wichtel und Zwerg?
Zwerge wohnen im Berg und graben nach Schätzen, Wichtel wohnen bei den Menschen und helfen heimlich im Haus – gegen Respekt und Milchreis. Die Zipfelmütze tragen beide.

### Woher kommt die Wichteltür?
Aus Skandinavien, wo der Nisse zum Haus gehört. Die Idee der kleinen Tür, durch die im Advent ein Wichtel «einzieht», wurde über Dänemark in den letzten Jahren auch bei uns beliebt.

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