# Den Weihnachtsbaum kaufen

> Es gibt vier Sorten, drei Kaufwege und eine Frage, die niemand sicher beantworten kann. Der Reihe nach.

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## Die vier Sorten

- **Nordmanntanne.** Die meistverkaufte: dicht, gleichmäßig, weiche
Nadeln, hält zwei bis drei Wochen. Sie sticht nicht – das ist mit kleinen
Kindern das stärkste Argument. Sie duftet dafür kaum.

- **Blautanne (Blaufichte).** Silbrig-blau, sehr dekorativ, hält rund
zwei Wochen und nadelt wenig. Aber sie sticht kräftig; beim Schmücken mit Kindern ist
das ein echtes Thema.

- **Rottanne (Fichte).** Der günstigste Baum und der mit dem
stärksten Duft. Im geheizten Zimmer hält sie allerdings nur etwa eine Woche –
gut, wenn der Baum ohnehin erst am 23. Dezember hereinkommt.

- **Baum im Topf.** Nadelt nicht und kann danach eingepflanzt werden.
Er sollte aber nicht länger als etwa zehn Tage im warmen Zimmer stehen, sonst treibt
er aus und übersteht den Winter draußen nicht.

## Woran man einen frischen Baum erkennt

- **Die Schnittfläche.** Hell und harzig heißt frisch geschlagen;
dunkel und trocken heißt, er liegt schon länger.

- **Die Nadelprobe.** Mit der Hand einen Zweig entgegen der
Wuchsrichtung durchziehen. Bleiben Nadeln in der Hand, ist der Baum zu alt.

- **Das Gewicht.** Ein frischer Baum ist deutlich schwerer, als er
aussieht – er trägt noch Wasser.

- **Die Farbe.** Matte, graugrüne Nadeln sind ein schlechtes Zeichen;
frische glänzen.

## Wo kaufen

**Beim Förster oder auf der Plantage selbst schlagen** ist die frischeste
Variante und für Kinder der halbe Ausflug – der Baum kommt dann in einer Stunde
vom Wald ins Zimmer. **Der Verkaufsstand** ist bequem, aber dort liegen die
Bäume oft schon Tage; hier lohnt die Nadelprobe. **Der Baumverkauf beim großen Händler**
ist meistens am günstigsten und hat die größte Auswahl an Nordmanntannen.

Ein Tipp gegen die häufigste Enttäuschung: Miss vorher die Deckenhöhe
und zieh zwanzig Zentimeter für Ständer und Spitze ab. Im Freien wirkt jeder Baum
kleiner, als er im Zimmer ist – fast jede Familie kauft mindestens einmal einen zu
großen.

## Echt oder künstlich?

Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, wie lange man den künstlichen behält.
Ein Plastikbaum verursacht in der Herstellung deutlich mehr Treibhausgase als ein
gewachsener Baum – er muss also viele Jahre benutzt werden, bevor er besser
dasteht. Die genannten Zahlen schwanken je nach Studie stark, die Richtung ist aber
immer dieselbe: **Wer einen künstlichen Baum ein Jahrzehnt und länger benutzt,
fährt gut; wer ihn nach drei Jahren austauscht, nicht.**

Beim echten Baum zählt vor allem die Herkunft: Ein Baum aus der Region hat einen
kurzen Transportweg, und Bäume aus zertifizierter Kultur werden ohne Pestizide gezogen.
Bäume, die im November aus dem Ausland kommen, sind die schlechteste Variante –
und meist auch die, die am schnellsten nadeln.

## Und danach

Wann der Baum hereinkommt und wie er länger frisch bleibt, steht bei
[Weihnachtsbaum aufstellenundefined; wie er
geschmückt wird, bei [Weihnachtsbaum schmückenundefined.
Woher der Brauch stammt, steht bei der
[Geschichte des Weihnachtsbaumsundefined.

## Häufige Fragen

### Welcher Weihnachtsbaum ist der beste?
Für die meisten Familien die Nordmanntanne: dicht, weiche Nadeln, hält zwei bis drei Wochen. Wer Duft will, nimmt eine Rottanne, muss sie aber spät kaufen. Die Blautanne ist die dekorativste, sticht aber kräftig.

### Woran erkenne ich einen frischen Weihnachtsbaum?
An der hellen, harzigen Schnittfläche, am Gewicht – ein frischer Baum trägt noch Wasser – und an der Nadelprobe: Zweig entgegen der Wuchsrichtung durch die Hand ziehen; bleiben Nadeln hängen, ist er zu alt.

### Ist ein künstlicher Weihnachtsbaum umweltfreundlicher?
Nur, wenn er sehr lange benutzt wird. Die Herstellung verursacht deutlich mehr Treibhausgase als ein gewachsener Baum; erst nach vielen Jahren gleicht sich das aus. Die genauen Zahlen schwanken je nach Studie, die Richtung nicht.

### Wie groß darf der Weihnachtsbaum sein?
Deckenhöhe messen und zwanzig Zentimeter für Ständer und Spitze abziehen. Im Freien wirkt jeder Baum kleiner, als er im Zimmer wird – fast jede Familie kauft mindestens einmal einen zu großen.

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