# Das erste Weihnachten mit Baby

> Das erste Weihnachten mit Baby wird selten so wie geplant – und meistens trotzdem schön. Ein paar Entscheidungen vorher machen den Unterschied.

Quelle: https://meinezauberpost.com/de/weihnachten-mit-baby
## Was ein Baby wirklich mitbekommt

Ehrlich: nicht viel – und gleichzeitig eine ganze Menge. Geschenke,
Bescherung und Bedeutung gehen an einem Säugling vorbei. Was ankommt, ist alles
Sinnliche: Lichter, die glitzern. Musik. Der Duft von Tanne und Zimt.
Knisterndes Papier, das interessanter ist als sein Inhalt. Und vor allem die
Stimmung der Erwachsenen – ein Baby merkt hundertprozentig, ob am Tisch
Ruhe herrscht oder Hektik. Das erste Weihnachten ist deshalb vor allem ein Fest
für die Eltern und die Großeltern. Das darf man ruhig so sehen; es nimmt Druck.

## Den Tag um den Schlaf herum bauen

Der häufigste Fehler ist der volle Terminplan: vormittags die eine Familie,
nachmittags die andere, abends Kirche. Ein Baby, dessen Rhythmus an einem Tag
dreimal gebrochen wird, weint am Abend – und alle Erwachsenen sind
enttäuscht. Was hilft:

- **Ein Programmpunkt pro Tag.** Der 24., 25. und 26. Dezember
sind drei Tage. Man muss nicht alles in einen quetschen.

- **Bescherung am Vormittag** statt am Abend, wenn das Baby
morgens am aufnahmefähigsten ist. Weihnachten hat keine Uhrzeit-Vorschrift.

- **Rückzugsort einplanen**, auch bei Besuchen: ein ruhiges
Zimmer, in dem gestillt und geschlafen werden kann, ohne dass jemand die Tür
öffnet.

- **Vorher ansagen, wann Schluss ist.** «Wir sind um vier da und
gehen um sieben» erspart am Abend die Diskussion.

## Geschenke fürs erste Jahr

Das Baby braucht nichts – die Großeltern schon. Wer gefragt wird, hat
Antworten parat: ein Fotobuch vom ersten Jahr, ein Beitrag an etwas Grösseres, ein
Bilderbuch aus Karton, ein Stofftier, das bleiben darf, Kleidung eine Nummer
größer, oder ein Abdruckset für Hand und Fuß. Wirklich gut kommt Zeit an:
«Einmal im Monat einen Nachmittag hüten» ist das Geschenk, das im Februar noch
etwas wert ist.

Und ein Satz, der jedes Jahr gebraucht wird: Zu viele Geschenke überfordern ein
Baby sichtbar. Zwei Päckchen, eins nach dem anderen, mit Pausen – das ist
genug. Der Rest kann über die Woche verteilt werden.

## Sicherheit im geschmückten Zimmer

- **Der Baum** gehört gesichert, sobald das Kind sich hochzieht
– Ständer mit breiter Basis, notfalls mit einer Schnur an der Wand.

- **Unten nichts Zerbrechliches.** Die untersten Äste bekommen
Holz, Filz und Stroh; Glaskugeln wandern nach oben. Ideen dazu unter
[Weihnachtsbaum schmücken](https://meinezauberpost.com/de/weihnachtsbaum-schmuecken).

- **Echte Kerzen** im ersten Jahr besser gar nicht – oder
nur hoch oben und nur, solange jemand danebensteht.

- **Lametta, Engelshaar, kleine Zapfen** landen im Mund. Alles,
was durch eine Klopapierrolle passt, ist zu klein.

- **Der Weihnachtsstern** (die Pflanze) ist leicht giftig –
wie Mistel, Stechpalme und Christrose. Ausser Reichweite stellen.

- **Kabel** der Lichterketten hinter dem Baum führen und unten
abdecken.

## Was vom ersten Fest bleibt

Nicht das Essen und nicht die Geschenke, sondern die Bilder. Drei Dinge, die
sich lohnen: ein Foto am Baum, das jedes Jahr an derselben Stelle wiederholt wird.
Ein Anhänger mit Jahreszahl, der ab jetzt zum Baum gehört – aus
[Salzteig](https://meinezauberpost.com/de/salzteig-anhaenger) mit Hand- oder Fussabdruck ist
er in einer Stunde gemacht. Und ein Brief an das Kind, geschrieben am
Heiligabend, gelesen in fünfzehn Jahren. Wer den Abend darüber hinaus ruhig
gestalten will, findet unter
[Heiligabend mit Kindern](https://meinezauberpost.com/de/heiligabend-ablauf) die
Reihenfolge, die auch mit den ganz Kleinen trägt.

## Häufige Fragen

### Bekommt ein Baby von Weihnachten etwas mit?
Von der Bedeutung nichts, von der Stimmung alles. Lichter, Musik, Düfte und die Ruhe (oder Hektik) der Erwachsenen kommen bei einem Säugling deutlich an.

### Was schenkt man einem Baby zum ersten Weihnachten?
Am besten wenig und Bleibendes: ein Fotobuch, ein Stofftier, ein Kartonbilderbuch, ein Abdruckset. Großeltern schenken oft am besten Zeit – einen festen Hütenachmittag im Monat.

### Wann macht man die Bescherung mit einem Baby?
Am besten dann, wenn das Kind ausgeschlafen ist – oft am Vormittag. Der Abend ist bei Säuglingen die schlechteste Zeit für alles Aufregende.

### Ist der Weihnachtsstern giftig für Kinder?
Der Milchsaft reizt Haut und Schleimhäute und kann bei Verschlucken Übelkeit auslösen. Wie Mistel, Stechpalme und Christrose gehört die Pflanze ausser Reichweite.

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Zauberpost – persönliche Weihnachtspost für Kinder: meinezauberpost.com
