# Das Weihnachtsessen

> Fondue chinoise, Würstchen mit Kartoffelsalat oder Bratwürstel – die drei Länder feiern denselben Abend mit sehr verschiedenen Tellern.

Quelle: https://meinezauberpost.com/ch/weihnachtsessen-heiligabend
## Warum es am 24. schlicht zugeht

Der 24. Dezember war kirchlich ein Fasttag – gefeiert wurde erst am
25. Dezember mit dem grossen Braten. Davon ist das Muster geblieben: Am Heiligabend
steht in vielen Familien bis heute etwas Einfaches auf dem Tisch, das Grosse folgt
am ersten Feiertag. Wer am 24. keine Lust auf Küchendienst hat, steht damit in
bester Tradition.

## Die drei Länder

**Schweiz.** Fondue chinoise ist das mit Abstand verbreitetste
Weihnachtsessen – dünn geschnittenes Fleisch in der Bouillon, dazu Saucen,
Reis und Pommes frites. Es hat einen praktischen Grund: Es wird am Tisch gekocht,
niemand steht in der Küche, und es dauert so lange, wie der Abend dauern soll.
Daneben stehen Filet im Teig, Raclette und in der Westschweiz das Fondue
bourguignonne.

**Deutschland.** Würstchen mit Kartoffelsalat – das Essen,
über das gern gespottet wird und das trotzdem in Millionen Haushalten auf dem Tisch
steht, weil es am 24. Dezember schnell geht und alle mögen. Regional kommen
Karpfen, Raclette, Fondue und Gans dazu; die Gans gehört strenggenommen auf den
25. oder 26.

**Österreich.** Am Heiligabend ist es traditionell leicht:
Würstel mit Senf, Fischsuppe oder gebackener Karpfen. Der grosse Auftritt gehört
dem 25. Dezember mit Gans, Ente oder Truthahn. In vielen Familien gibt es davor
Bratwürstel nach der Christmette.

## Was mit Kindern funktioniert

Der 24. Dezember ist für Kinder der längste Tag des Jahres. Das Essen sollte
darum drei Bedingungen erfüllen: Es ist schnell fertig, es enthält etwas, das jedes
Kind sicher mag, und es lässt sich unterbrechen, wenn das Glöckchen läutet.

- **Fondue oder Raclette.** Jeder nimmt, was er will, das Tempo
bestimmt der Tisch, und die Pause zwischendurch ist eingebaut.

- **Ofengericht.** Alles auf ein Blech, während der Bescherung im
Ofen – Kartoffelspalten, Gemüse, Würstchen oder Poulet.

- **Suppe vorher gekocht.** Am 23. gemacht, am 24. gewärmt. Eine
klare Bouillon mit Grüsschen ist erstaunlich festlich.

- **Fingerfood-Brett.** Für Familien, bei denen erst spät gegessen
wird: Käse, Trauben, Brot, Rohkost, kalter Braten – steht schon am
Nachmittag bereit.

Was verlässlich schiefgeht: ein Menü, das exakte Zeiten braucht. Der Abend
verschiebt sich immer – wegen der Kirche, wegen der Grosseltern, wegen des
Kindes, das die Bescherung nicht mehr abwarten kann. Wer sich den Ablauf vorher
zurechtlegt, findet unter
[Heiligabend mit Kindern](https://meinezauberpost.com/ch/heiligabend-ablauf) eine erprobte
Reihenfolge.

## Zum Abschluss

Nachtisch braucht es am 24. Dezember selten – die Guetzlidose steht ohnehin
seit Wochen bereit. Passend dazu:
[Kinderpunsch](https://meinezauberpost.com/ch/kinderpunsch-rezept) für die Kinder,
[Bratäpfel](https://meinezauberpost.com/ch/bratapfel-rezept) aus dem Ofen, der ohnehin an ist,
und die [Guetzli](https://meinezauberpost.com/ch/weihnachtsplaetzchen-rezepte) in der grossen
Schale. Und am 6. Januar kommt der
[Dreikönigskuchen](https://meinezauberpost.com/ch/dreikoenigskuchen) – damit ist das
Fest kulinarisch geschlossen.

## Häufige Fragen

### Was isst man in der Schweiz an Weihnachten?
Am 24. Dezember am häufigsten Fondue chinoise, daneben Filet im Teig, Raclette oder Käsefondue. Der Braten folgt am 25.

### Warum gibt es in Deutschland Würstchen mit Kartoffelsalat?
Weil der 24. Dezember kirchlich ein Fasttag war und das Festessen erst am 25. folgte. Übrig geblieben ist ein Heiligabend-Essen, das schnell geht und niemanden in die Küche zwingt.

### Was kocht man mit kleinen Kindern am 24.?
Etwas, das sich unterbrechen lässt: Fondue, Raclette, ein Blech aus dem Ofen oder eine am Vortag gekochte Suppe. Menüs mit festen Garzeiten gehen an diesem Abend fast immer schief.

### Wann wird gegessen – vor oder nach der Bescherung?
Beides ist verbreitet. Mit kleinen Kindern spricht viel dafür, früh zu essen und danach zu bescheren – nach den Geschenken bringt kein Kind mehr einen Bissen hinunter.

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Zauberpost – persönliche Weihnachtspost für Kinder: meinezauberpost.com
