# Das Weihnachtsmenü planen

> Das beste Weihnachtsmenü ist nicht das aufwendigste, sondern das, bei dem am 24. Dezember um 17 Uhr noch jemand im Wohnzimmer sitzt.

Quelle: undefined
## Die Regel für Heiligabend

Am 24. Dezember stehen alle unter Zeitdruck: Kinder sind aufgedreht, Gäste kommen,
irgendwann muss beschert werden. Deshalb gilt für diesen Abend eine einzige Regel:
**Was am 23. gemacht werden kann, wird am 23. gemacht.** Der große Braten
gehört auf den 25. oder 26. Dezember, nicht auf den Heiligabend.

## Drei Menüs, die aufgehen

### Der Klassiker ohne Stress

Suppe vorweg – Kürbis, Karotte oder eine klare Brühe mit Einlage –, dann
Fondue oder Raclette, zum Schluss ein Dessert aus dem Kühlschrank. Alles ist am Vortag
erledigt: Suppe gekocht, Käse gerieben, Beilagen geschnitten. Am Abend selbst wird nur
noch gewärmt und aufgetischt, und alle sitzen zusammen am Tisch, statt dass eine Person
in der Küche steht.

### Der Braten für den 25.

Wenn es ein großes Stück Fleisch sein soll, dann an einem Tag mit Zeit. Die
[Weihnachtsgansundefined braucht vier bis fünf Stunden
im Ofen, eine Ente zwei bis drei. Dazu Rotkraut, Knödel oder Kartoffelpüree und Maroni
– alles am Vortag vorbereitbar, der Rotkraut schmeckt aufgewärmt sogar besser.

### Der vegetarische Abend

Ofengemüse mit Kürbis, Karotten, Pastinaken und roten Zwiebeln, dazu eine
Kräuter-Joghurt-Sauce und ein warmes Brot. Als Hauptgang eine gefüllte Kürbishälfte oder
ein Nussbraten. Das Gemüse wird am Vortag geschnitten, alles Weitere läuft im Ofen
– und es passt an denselben Tisch wie ein Braten.

## Der Zeitplan, rückwärts gerechnet

- **Eine Woche vorher:** Menü festlegen, Einkaufsliste schreiben,
alles Haltbare kaufen. Wer eine Gans oder einen großen Braten will, bestellt jetzt
– nicht am 22.

- **Zwei Tage vorher:** frisch einkaufen. Am 23. und 24. sind die Läden
voll und die guten Sachen weg.

- **Am Vortag:** Suppe kochen, Dessert machen, Gemüse schneiden,
Getränke kalt stellen, Tisch decken. Der gedeckte Tisch am Vorabend ist der
unterschätzteste Handgriff des ganzen Fests.

- **Am Tag selbst:** nur noch garen und anrichten. Wer am 24. Dezember
noch schneidet, hat zu wenig vorbereitet.

## Was man weglassen darf

Fast alles. Drei Gänge sind kein Gesetz; zwei sehr gute schlagen vier mittelmäßige.
Die Vorspeise kann eine Schale Nüsse sein, das Dessert ein Teller
[Plätzchenundefined. Was Kinder am Abend
tatsächlich essen, ist ohnehin selten das, was aufwendig war.

Ein Rat aus vielen misslungenen Heiligabenden: Kocht nichts zum ersten
Mal. Der 24. Dezember ist der schlechteste Tag, um ein neues Rezept auszuprobieren
– nehmt das, was ihr im Schlaf könnt, und macht es einmal richtig gut.

Was in den drei Ländern traditionell auf den Tisch kommt, steht bei
[Weihnachtsessen an Heiligabendundefined.

## Häufige Fragen

### Was kocht man an Heiligabend?
Am besten etwas, das man vorbereiten kann: Suppe und Fondue oder Raclette, dazu ein Dessert aus dem Kühlschrank. Der große Braten gehört auf den 25. oder 26. Dezember – am 24. fehlt dafür die Zeit.

### Wie plane ich das Weihnachtsmenü zeitlich?
Rückwärts: eine Woche vorher Menü und Einkaufsliste, zwei Tage vorher frisch einkaufen, am Vortag Suppe, Dessert und Gemüse vorbereiten und den Tisch decken. Am Tag selbst wird nur noch gegart und angerichtet.

### Wie viele Gänge braucht ein Weihnachtsmenü?
Keine bestimmte Zahl. Zwei sehr gute Gänge sind besser als vier mittelmäßige; die Vorspeise darf eine Schale Nüsse sein und das Dessert ein Teller Kekse.

### Was ist der häufigste Fehler beim Weihnachtsessen?
Ein Rezept zum ersten Mal zu kochen. Der 24. Dezember ist der schlechteste Tag zum Ausprobieren – besser etwas nehmen, das man sicher beherrscht, und es einmal richtig gut machen.

---
Zauberpost – persönliche Weihnachtspost für Kinder: meinezauberpost.com
