# Adventskalender füllen

> Vierundzwanzig Säckchen und keine Idee mehr ab Nummer neun – das kennt jede Familie. Hier steht, was sich bewährt hat.

Quelle: https://meinezauberpost.com/at/adventskalender-fuellen
## Die drei Sorten Kalender

**Der Dinge-Kalender.** Jeden Tag eine Kleinigkeit. Ehrlich
gesagt der aufwendigste, weil er 24 Einfälle braucht – und der, bei dem ab
Mitte Dezember Füllmaterial gekauft wird, das im Jänner niemand vermisst.

**Der Zettel-Kalender.** Statt Dingen stehen Unternehmungen drin:
«Heute Abend Taschenlampen-Versteckis», «Wir backen
[Spitzbuben](https://meinezauberpost.com/at/spitzbuben-rezept)», «Du darfst das Zvieri
bestimmen». Kostet nichts, wirkt am längsten und ist der einzige Kalender, an den
sich Kinder Jahre später erinnern. Wichtig: nichts hineinschreiben, was am
Dienstagabend nicht geht.

**Der Geschichten-Kalender.** Jeden Tag ein Stück Geschichte oder
ein Gedicht, vorgelesen vor dem Schlafengehen. Material dafür gibt es hier reichlich
– die [Weihnachtsgeschichten](https://meinezauberpost.com/at/weihnachtsgeschichten)
und die [Gedichte](https://meinezauberpost.com/at/weihnachtsgedichte) reichen locker für
vierundzwanzig Abende. Wer mag, mischt: Zettel, Geschichte und an den Wochenenden
etwas zum Auspacken.

## Ideen nach Alter

**Ein bis drei Jahre.** Alles groß und unzerbrechlich: Holztiere,
dicke Kreiden, ein Bilderbuch in Teilen (eine Seite pro Tag ist zu viel –
lieber ein Buch am 1. Dezember und danach Kleinteile), Bauklötze, Badeknöpfe,
Stoffball, ein Löffel fürs Sandkistchen. Nichts, was in den Mund passt.

**Vier bis sechs Jahre.** Leuchtsteine, Stempel, Klebepunkte,
Haarspangen, ein Puzzle in Teilen über mehrere Tage, Ausstechformen, Wachsmalstifte,
Papiersterne zum Falten, Samentütchen für den Frühling, eine Taschenlampe. Dazu
passen die [Ausmalbilder](https://meinezauberpost.com/at/ausmalbilder-weihnachten) und
[Origami-Anleitungen](https://meinezauberpost.com/at/origami-weihnachten) von hier –
einfach ausdrucken und einrollen.

**Ab sieben Jahren.** Kartenspiel, Rätselheft, Radiergummi mit
Figur, Filzstifte, Haargummi, Kinogutschein, Bastelset in Etappen, Münzen für die
Kasse, Zutaten für ein Rezept, das am Wochenende gebacken wird. Und Gutscheine, die
wirklich zählen: eine Stunde länger aufbleiben, allein mit Mama ins Kaffee, das
Abendessen bestimmen.

## Was oft schiefgeht

- **Zu viel.** Ein Kalender ist kein Vorweihnachtsgeschenk. Wenn
die Türchen die Bescherung überstrahlen, stimmt das Verhältnis nicht.

- **Alle Tage gleich.** Besser sind Höhepunkte: die Wochenenden
und der 6. Dezember dürfen größer sein, dazwischen genügt ein Zettel.

- **Der 24. als Krönung.** Am Heiligabend gibt es ohnehin
Geschenke – hinter das letzte Türchen gehört etwas Kleines, sonst beginnt
der wichtigste Tag mit einem Vergleich.

- **Ungleiche Geschwister.** Gleich viele Tage, gleich große
Säckchen – nur der Inhalt unterscheidet sich. Kinder zählen, und zwar
genau.

## Die Hülle selbst machen

Vierundzwanzig Papiertüten mit Wäscheklammern an einer Schnur sind in einer
halben Stunde fertig und sehen besser aus als das meiste Gekaufte. Ebenso gut:
Streichholzschachteln zu einem Haus geklebt, Socken an einer Leine,
Klopapierrollen mit eingedrückten Enden, oder ein Ast von draußen, an den man die
Tüten hängt. Wer den Kalender komplett selbst bauen will, findet die Anleitungen
unter [Adventskalender selber machen](https://meinezauberpost.com/at/adventskalender-basteln);
die Geschichte des Brauchs steht bei
[Der Adventskalender](https://meinezauberpost.com/at/adventskalender-geschichte).

## Häufige Fragen

### Wie viel Geld gibt man für einen Adventskalender aus?
Sehr unterschiedlich – entscheidend ist eher, dass er die Bescherung nicht überstrahlt. Ein Zettel-Kalender mit Unternehmungen kostet nichts und bleibt erfahrungsgemäß am längsten in Erinnerung.

### Was kommt hinter das 24. Türchen?
Etwas Kleines: eine Kerze, ein Kekse, ein Zettel mit «Heute Abend ist es so weit». Das große Geschenk gehört zur Bescherung, sonst beginnt der Tag mit einem Vergleich.

### Adventskalender ohne Süßigkeiten – womit füllen?
Mit Kleinteilen zum Tun (Stempel, Steine, Stifte, Bastelmaterial), mit Zetteln für gemeinsame Unternehmungen und mit Geschichten zum Vorlesen. Drei Viertel der besten Ideen sind ohnehin nicht essbar.

### Ab wann versteht ein Kind den Adventskalender?
Etwa ab zwei Jahren wird das tägliche Türchen zum Ritual, wirklich zählen und mitfiebern können Kinder ab drei bis vier. Davor genügt ein Kalender für die ganze Familie.

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Zauberpost – persönliche Weihnachtspost für Kinder: meinezauberpost.com
